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Angel Maria Villar war Präsident des spanischen Verbandes
Angel Maria Villar war Präsident des spanischen Verbandes © Getty Images
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Der ehemalige spanische Verbandspräsident Angel Maria Villar hält einen spanischen WM-Ausschluss für möglich. Gegen ihn ermittelt die spanische Justiz.

Eine Fußball-WM ohne den Titelträger von 2010 - kaum vorstellbar, aber doch möglicher denn je. Der spanischen Nationalmannschaft droht nach wie vor ein Ausschluss von der WM 2018 in Russland. (Datencenter: WM-Spielplan)

In Madrid meldete sich am Montag der ehemalige spanische Verbandspräsident Angel Maria Villar zu dem Thema zu Wort: "Vorsicht, die Möglichkeit besteht wirklich. Wenn Spanien nicht an der WM teilnehmen kann, trüge der CSD (Oberster Nationaler Sportrat, Anm. der Redaktion) die alleinige Verantwortung."

Villar bestreitet Vorwürfe

Pikant: Anlass für den angeblich drohenden WM-Ausschluss soll sein, dass der CSD angesichts von Korruptionsvorwürfen gegen Villar im vergangenen Mai auf Neuwahlen gedrängt hatte.

Aus Sicht der FIFA habe es sich dabei um eine staatliche Einflussnahme gehandelt, die laut FIFA-Statuten verboten ist. "Jeder Mitgliedsverband muss seine Belange eigenständig und ohne unzulässige Einflussnahme Dritter bestimmen", heißt es dazu in Artikel 19 der Bestimmungen.

Spekulationen, nach denen er selbst die FIFA-Vorwürfe ausgelöst habe, wies Villar allerdings zurück: "Ich dementiere ganz energisch, im RFEF (spanischer Fußballverband, Anm. der Redaktion) oder bei der FIFA in irgendeiner Form interveniert zu haben."

FIFA-Schreiben an Verband

In "naher Zukunft" wird eine Delegation des Weltverbandes und der UEFA nach Madrid reisen, um die Vorgänge rund um den spanischen Verband zu untersuchen.

Vergangenen Freitag hatte El Pais berichtet, dass der Weltverband dem RFEF in einem Schreiben aufgrund der Einmischung der Regierung in sportliche Belange mit einem Ausschluss aus dem Weltverband gedroht habe.

Ein FIFA-Ausschluss hätte automatisch zur Folge, dass die spanischen Nationalteams an keinen internationalen Wettbewerben teilnehmen dürften - und damit auch nicht an der Weltmeisterschaft in Russland.

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