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Paulo Guerrero steht aktuell in Brasilien bei Flamengo unter Vertrag
Paulo Guerrero steht aktuell in Brasilien bei Flamengo unter Vertrag © Getty Images
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Der gesperrte Paolo Guerrero erhält ausgerechnet von den WM-Gegnern Perus Unterstützung. FIFA-Präsident Gianni Infantino macht ihm dagegen keine Hoffnung.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Perus Paolo Guerrero keine Hoffnung auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland gemacht.

Bei einem Treffen mit dem wegen Kokainmissbrauchs gesperrten Ex-Bundesligaprofi und Perus Verbandspräsident Edwin Oviedo in Zürich habe Infantino Verständnis für die Enttäuschung des 34-Jährigen gezeigt, teilte die FIFA am Dienstag mit. Gleichzeitig habe der Schweizer aber betont, dass die vom Internationalen Sportgerichtshof CAS verhängte 14-monatige Sperre Bestand habe.

Die FIFA hatte Guerrero zuvor nur sechs Monate gesperrt, das Strafmaß war in zweiter Instanz aber durch den CAS auf 14 Monate ausgeweitet worden. Für Guerrero bedeutete dies das WM-Aus.

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Guerrero war dagegen mit großem Aufwand vorgegangen. Unter anderem war der frühere Spieler des Hamburger SV und von Bayern München mit einer Unterschriftensammlung der Nationalmannschaftskapitäne Hugo Lloris (Frankreich), Michael Jedinak (Australien) und Simon Kjaer (Dänemark) zur FIFA nach Zürich gereist. Das Trio der WM-Gruppengegner Perus hatte sich darin für eine vorübergehende Aussetzung der Sperre während der WM in Russland ausgesprochen.

"Aus unserer Sicht wäre es einfach nur falsch, ihn auf Grundlage von Untersuchungen, die ergeben haben, dass er weder betrügen noch seine Leistung durch verbotene Mittel verbessern wollte, von einem der Höhepunkte seiner Karriere auszuschließen. Deswegen richten wir ein Gnadengesuch an das FIFA-Council und bitten um die Aussetzung der Sperre für den Zeitraum von Perus WM-Teilnahme", hieß es in dem Schreiben.

Rückendeckung hatte Guerrero zudem durch die internationale Spielervereinigung FIFPro erhalten.

Das höhere Strafmaß sei "unfair und unverhältnismäßig", machte die FIFPro ihren Standpunkt klar und kündigte ebenfalls persönlichen Einsatz von Verbandsvertretern bei Infantino für eine Begnadigung an. In Perus Hauptstadt Lima hatte es vor der Abreise Guerreros zudem einen Protestmarsch vieler Anhänger der peruanischen Nationalmannschaft gegeben.

Peru hat sich erstmals seit 1982 wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert.

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