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WM-Vergabe nach Katar wurde zuletzt deutlich kritisiert
WM-Vergabe nach Katar wurde zuletzt deutlich kritisiert © AFP/SID/-
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In der Diskussion um die umstrittene WM 2022 verlangen Teile der Fanszene mehr Druck auf Gastgeber Katar durch den DFB und den Weltverband FIFA.

In der Diskussion um die umstrittene WM 2022 verlangen Teile der Fanszene mehr Druck auf Gastgeber Katar durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Weltverband FIFA.

Die Fanorganisation "Unsere Kurve" forderte in einer Stellungnahme am Dienstag "vom DFB und der FIFA die umgehende Erstellung eines Kriterienkatalogs über Mindeststandards" im Emirat. Dieser soll in Katar bereits zum Stichtag am 31. August 2022 erfüllt sein und als "verbindliche Grundlage für die Entscheidung über eine Teilnahme oder einen Boykott" dienen. 

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Zu den Kriterien müsse demnach "zwingend" die Einstellung unabhängiger Beobachter zur Überwachung der Bedingungen für Arbeiter sowie die Garantie der Presse-, Rede- und Meinungsfreiheit in den WM-Stadien und im Zusammenhang mit der WM gehören. Auch müsse der gleichberechtigte Zugang zur WM für alle Menschen, unabhängig des Geschlechts, der sexuellen Orientierung und des sozialen Status gewährleistet sein. 

Unsere Kurve: Worten müssen Taten folgen

"Wir lehnen die WM aufgrund der Hinweise auf Korruption im Vergabeverfahren, die klimatische Situation und damit verbundene Verlegung in den Winter sowie aufgrund massiver Menschenrechtsverletzungen ab", schrieb das Fanbündnis: "Gleichwohl sind wir der Überzeugung, dass es in der aktuellen Situation gilt, das Beste für die Menschen vor Ort aus der schlechten Situation herauszuholen." Deshalb müsse "der Druck auf die FIFA und Katar erhöht werden, nun endlich den zahlreichen Worten Taten folgen zu lassen". 

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Zuletzt hatte es im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele Proteste einiger Nationalmannschaften für die Einhaltung der Menschenrechte in Katar gegeben. Das DFB-Team hatte etwa vor dem ersten Qualispiel gegen Island (3:0) mit selbst bemalten T-Shirts die Botschaft HUMAN RIGHTS (Menschenrechte) ausgesendet. Nationalspieler Toni Kroos kritisierte den kommenden WM-Gastgeber scharf und kündigte bereits an, auch während der Endrunde seine Stimme für Menschenrechte erheben.

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