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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die WM-Vergabe an Katar verteidigt
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die WM-Vergabe an Katar verteidigt © AFP/SID/RICHARD JUILLIART
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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat erneut auf Verbesserungen der Menschenrechtslage in Katar seit der Vergabe der WM 2022 hingewiesen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat erneut auf Verbesserungen der Menschenrechtslage in Katar seit der Vergabe der WM 2022 hingewiesen.

"Wir haben einigen Fortschritt erreicht. Wir wissen, dass es Herausforderungen gibt und mehr getan werden kann. Aber jede Diskussion sollte auf verifizierten Fakten beruhen", sagte der Schweizer am Freitag auf dem 71. Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA und reagierte damit auf die Forderung von sechs nordischen Verbänden.

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Diese hatten im Vorfeld der virtuellen Zusammenkunft aller Mitgliedsverbände um eine "offene Diskussion" über die Lage im WM-Gastgeberland gebeten.

Die Verbände aus Dänemark, Norwegen, Finnland, Island, Schweden und Färöer hatten die FIFA zudem aufgefordert, unabhängige Berichte und Untersuchungen zu Todesfällen und Verletzungen von Gastarbeitern auf den WM-Baustellen zu veröffentlichen.

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Auch solle sich die FIFA weiter für Verbesserungen der Rechte von Arbeitern im Emirat sowie für die Respektierung von Grundrechten wie sexueller Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit einsetzen.

Infantino betonte erneut, dass das Thema für die FIFA "Toppriorität" habe. Durch unabhängige Menschenrechtsorganisationen seien auch bereits "bedeutende Fortschritte" nachgewiesen worden.

"Die WM in Katar wird nicht nur das großartigste Turnier der Geschichte, sondern wird auch ein andauerndes positives Erbe im Land und der ganzen Region hinterlassen", so der 51-Jährige weiter. 

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Der finnische Verbandspräsident Ari Lahti forderte auf dem Kongress dennoch: "Die derzeitige Situation der Arbeitsmigranten muss verbessert werden - unabhängig von allen Verbesserungen, die bereits erreicht wurden."

Seit der Vergabe der WM nach Katar im Jahr 2010 hatte es viel Kritik an der dortigen Menschenrechtslage und den Bedingungen für Arbeiter auf den WM-Baustellen gegeben, die zuletzt immer lauter wurde.

So kam es im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele zu Protesten einiger Nationalmannschaften für die Einhaltung der Menschenrechte im Emirat, darunter auch die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Zudem hatten mehrere norwegische und dänische Klubs zu einem Boykott der WM aufgerufen.

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