Frust-Abgang! Last-Second-Tor schockt die Löwen
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Rückschlag für die Rhein-Neckar Löwen: In letzter Sekunde kassieren sie in Erlangen den Ausgleich. Wenige Minuten zuvor sah es aber noch schlimmer aus.

Die Rhein-Neckar Löwen haben auf der Jagd nach ihrem Titel-Hattrick in der Handball Bundesliga (HBL) einen Rückschlag einstecken müssen.

Der Titelverteidiger kam beim HC Erlangen nicht über ein 25:25 hinaus und rutschte mit 51:11 Punkten auf Rang zwei ab.

"Wir sind sehr enttäuscht", sagte der sportliche Leiter Oliver Roggisch bei Sky: "Als Mannschaft müssen wir schleunigst wieder komplett anders auftreten."

Flensburg übernimmt Rang eins

Die Tabellenführung übernahm unterdessen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt (52:12), der sich trotz eines mäßigen Auftritts gegen den TSV GWD Minden mit 24:23 durchsetzte. Allerdings haben die Löwen ein Spiel weniger absolviert.

Dritter sind die Füchse Berlin mit 49:13 Punkten (Alle Ergebnisse im Überblick).

Die Löwen taten sich von Beginn an schwer gegen den Tabellen-13. Vor 7189 Zuschauern führten die Gäste zwar die gesamte erste Hälfte über, kamen aber nie über eine Zwei-Tore-Führung hinaus.

Sieben Minuten vor dem Ende lag der Underdog dann sogar mit 23:20 in Front, verspielte diese Führung aber und geriet nach einem Treffer von Andy Schmid mit 24:25 ins Hintertreffen.

Ausgleich zwei Sekunden vor Abpfiff

In einer heißen Schlussphase sicherte Maximilian Lux Erlangen jedoch zwei Sekunden vor Abpfiff das Unentschieden, nachdem zuvor Kim Ekdahl du Rietz eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten hatte.(LIVETICKER zum Nachlesen)

Während der Jubel bei den Gastgebern groß war, wütete Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Zunächst meckerte er mit den Schiedsrichtern, dann trat er eine auf dem Boden liegende Pappe weg. "Wir haben zu viel Angst, etwas zu verlieren", meinte Jacobsen.

Auch Schmid war angefressen, blieb aber zuversichtlich. "Wir haben das Messer jetzt am Hals, aber noch können wir es selbst richten", so der Spielmacher: "Wir haben drei Heimspiele vor der Brust und müssen da jetzt liefern."

Bester Werfer der Partie war Rhein-Neckars Gudjon Valur Sigurdsson mit sieben Treffern, Nico Büdel traf für die Gastgeber fünf Mal.

Flensburg müht sich

Auch die Flensburger hatten vor 6257 Zuschauern über die gesamte Spielzeit große Mühe gegen den Tabellenzwölften aus Minden und konnten sich nie mit mehr als drei Toren Vorsprung absetzen. Der Schwede Hampus Wanne (6) und Dänemarks Ex-Europameister Rasmus Lauge (5) waren die besten Werfer der SG.

Im Kampf um Tabellenplatz vier, der eventuell noch für die Teilnahme am EHF-Cup berechtigt, wahrte der THW Kiel seine minimale Chance. Der Rekordmeister liegt nach dem 31:27 (17:14)-Erfolg beim TBV Lemgo vor den letzten beiden Saisonspielen drei Punkte hinter dem viertplatzierten SC Magdeburg. Herausragender Schütze der Partie war Kiels Niclas Ekberg mit zwölf Treffern. Nationalspieler Steffen Weinhold kam auf fünf Tore.(Die Tabelle der DKB HBL)

In einem für Meisterschaft, Europapokal oder Abstieg bedeutungslosen Spiel setzte sich der SC DHfK Leipzig gegen die HSG Wetzlar mit 23:21 (14:12) durch. Nationalspieler Philipp Weber ragte beim Sieger mit acht Treffern heraus.

Das Restprogramm der Titelkandidaten:

SG Flensburg-Handewitt
Lübbecke (Auswärts)
Göppingen (Heim)

Rhein-Neckar Löwen
Melsungen (H)
Ludwigshafen (H)
Leipzig (H)

Füchse Berlin
Lübbecke (H)
Melsungen (A)
Hüttenberg (H)

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