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Maik Machulla führte die SG Flensburg-Handewitt im vergangenen Jahr zum HBL-Titel
Nach der ersten Saisonniederlage will Maik Machulla mit seinem Team wieder in die Erfolgsspur zurück © Getty Images
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München - So langsam geht das Meisterschaftsrennen in der Bundesliga in die entscheidende Phase. Flensburg wird von Gummersbach gefordert. Der THW Kiel muss in Berlin punkten.

Gegen den SC Magdeburg hat Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren. Trotzdem führen die Norddeutschen die Tabelle weiterhin vor dem THW Kiel an. Nun geht es darum, zumindest in der heimischen Halle die weiße Weste zu bewahren. Ein Sieg gegen den VfL Gummersbach ist dafür Pflicht. (HBL: SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach, ab 19.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Und wenn die makellose Heimbilanz nicht schon Anreiz genug wäre, feiern die Flensburger auch noch ein Jubiläum. Vor auf den Tag genau 20 Jahren legte das Team um die damaligen Topspieler Lars Christiansen und Jan Eiberg Jörgensen im Hinspiel gegen Ciudad Real den Grundstein für den späteren Triumph im EHF City-Cup.

Machulla optimistisch

Seit Montag ist die Mannschaft nach der Länderspielpause wieder in Flensburg vereint und hat gemeinsam trainiert. SG-Trainer Maik Machulla zeigte sich dementsprechend zufrieden mit der Ausgangslage vor dem Spiel gegen Gummersbach. "Ich habe 15 einsatzfähige Spieler. Nur Rasmus Lauge ist noch nicht bei 100 Prozent. Bei ihm müssen wir sehen, inwieweit er am Donnerstag mitwirken kann."

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Aber ein kleines Fragezeichen bleibt natürlich immer, wenn die Spieler länger bei ihren Nationalteams waren. "Einige Tage bei der schwedischen Nationalmannschaft sind immer eine schöne Abwechslung", erzählte Jim Gottfridsson. "Danach steht aber immer dieselbe Frage: Finden wir mit unserer SG sofort wieder den Rhythmus?"

Gummersbach ist gefährlich

Dazu kommt mit dem VfL ein unangenehmer Gegner. In der Tabelle steht der zwölfmalige Deutsche Meister zwar nur auf Rang 16. Aber der Trainerwechsel von Denis Bahtijarevic zu Torge Greve macht die Gummersbacher unberechenbar. Das mussten zuletzt schon die Rhein-Neckar Löwen erfahren, die vor der Pause mit 28:23 bezwungen wurden. "Fünf Tore mehr als die Rhein-Neckar Löwen – das ist schon ein Signal, Gummersbach hat da eine fantastische Leistung abgerufen", zollt Machulla dem neuen VfL Respekt.

Auch Rückraum-Mitte-Spieler Gottfridsson hat diese Leistung wahrgenommen. "Wir schauen nicht auf die Tabelle. Die Gummersbacher haben mit dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen bewiesen, dass sie an guten Tagen auch die besten Teams schlagen können."

SG Flensburg Handewitt v Fuechse Berlin - DHB Cup Final Jim Gottfridsson (l.) spielt seit 2013 bei der SG Flensburg-Handewitt
Jim Gottfridsson (l.) spielt seit 2013 bei der SG Flensburg-Handewitt © Getty Images

Kiel muss zu den Füchsen

Der THW Kiel muss zum Spitzenspiel zu den Füchsen Berlin (HBL: Füchse Berlin - THW Kiel, ab 19.00 Uhr im SPORT1-Liveticker). Aber trotz des Gegners ist alles andere als ein Sieg keine Alternative. Da Flensburg nun endlich die ersten Punkte abgegeben hat, wollen die Zebras den Druck auf den Tabellenführer hochhalten.

Optimistisch stimmt dabei die Bilanz gegen die Hauptstädter. Seit fast neun Jahren sind die Kieler ungeschlagen gegen Berlin. Gerade erst hat man die Füchse wieder auf dem Weg zum DHB-Pokal-Triumph im Halbfinale bezwungen.

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Allerdings sinnen die Füchse mehr denn je auf Revanche. "Es wäre ein guter Zeitpunkt für meinen ersten Sieg gegen den THW Kiel", hofft Berlins Rechtsaußen Mattias Zachrisson auf einen Erfolg. Auch Füchse-Manager Bob Hanning betont die Wichtigkeit der Partie. "Für uns ist jeder Punkt so wichtig wie für den THW."

Immerhin könnte Berlin mit einem Sieg vorübergehend an der MT Melsungen vorbeiziehen und auf einen internationalen Platz klettern.

Löwen kämpfen um Anschluss an die Spitze

Die Rhein-Neckar Löwen fahren mit einem guten Gefühl zum Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf (HBL: TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen, ab 19.00 Uhr im SPORT1-Liveticker). In der letzten Saison haben die Hannoveraner zwar bewiesen, dass der Begriff "Recken-Festung" kein Witz ist. Allerdings waren eben die Löwen das einzige Team, das die Festung erfolgreich gestürmt hat.

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Dazu hat das Bollwerk in diesem Jahr einige Risse bekommen. Unter anderem die HSG Wetzlar und die SG BBM Bietigheim feierten in Hannover schon Erfolge. Da würden sich die Löwen gerne als Nächste in die Liste derer, die mit zwei Punkten aus Hannover wieder abreisen, eintragen. Immerhin wäre bei einer Niederlage der Zug Richtung Champions-League-Plätze wohl endgültig abgefahren.

So können Sie die HBL mit Flensburg, Kiel und Rhein-Neckar Löwen LIVE verfolgen:

TV: Sky
Stream: Skygo
Liveticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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