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Silvio Heinevetter (r.) steht mit den Füchsen Berlin nach einem Sieg gegen Göppingen im EHF-Cup-Finale
Silvio Heinevetter (r.) steht mit den Füchsen Berlin nach einem Sieg gegen Göppingen im EHF-Cup-Finale © Getty Images
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Die Füchse Berlin schlagen im Halbfinale des EHF-Cups Titelverteidiger Göppingen. St. Raphael Handball verhindert ein erneutes deutsches Finale im EHF-Cup.

Bundesligist Füchse Berlin hat im EHF-Cup den Titel-Hattrick von Frisch Auf Göppingen verhindert und greift selbst nach dem zweiten Sieg auf europäischer Ebene.

Im deutschen Halbfinale bezwang der Hauptstadtklub den Sieger der vergangenen beiden Jahre mit 27:24 (13:13) und trifft am Sonntag auf den französischen Vertreter St. Raphael Handball, der sich gegen den Gastgeber SC Magdeburg durchsetzte. Die Berliner hatten den EHF-Cup bereits 2015 gewonnen.

Im Finale kommt es zum allerdings nicht erneut zu einem deutschen Duell.

Gastgeber Magdeburg verliert

Der dreimalige Sieger aus Magdeburg unterlag zum Auftakt des Final-Four-Turniers in eigener Halle 27:28 (13:13) gegen St. Raphael Handball und verpasste damit den fünften Einzug ins Endspiel.

"Wir haben zu viele dumme Fehler gemacht, die wir jetzt zusammen auswerten müssen. Das ist einfach nur zum Kotzen", sagte Magdeburgs Linksaußen Matthias Musche im MDR

In den vergangenen 21 Auflagen hatte es bisher sechs Endspiele zwischen deutschen Teams gegeben. Für St. Raphael ist es die erste Finalteilnahme im EHF-Cup. Die Besetzung des Final Four ist die gleiche wie 2017.

Füchse dominieren zweite Halbzeit

Im deutschen Halbfinale hatte zunächst der Titelverteidiger aus Göppingen die besseren Karten. Das Team von Trainer Rolf Brack setzte sich nach ausgeglichener Anfangsphase leicht ab und lag zwischenzeitlich mit 10:7 und 13:10 in Führung. Doch den Füchsen gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit übernahmen dann die Berliner das Kommando und lagen fast die gesamte Spielzeit in Führung. Bester Werfer war der Berliner Rechtsaußen Hans Lindberg mit neun Treffern.

Im ersten Halbfinale waren die Hausherren vor 6209 Zuschauern zunächst einem 2:6-Rückstand hinterhergelaufen, drehten die Partie aber umgehend mit fünf Treffern in Serie. 

Im umkämpften zweiten Durchgang konnte sich kein Team auf mehr als zwei Tore absetzen, am Ende hatte die Mannschaft von der Cote d'Azur das bessere Ende für sich. Erfolgreichster Werfer war der überragende Linksaußen Raphael Caucheteux (St. Raphael) mit zwölf Toren.

Die Spiele im Stenogramm:

Frisch Auf Göppingen - Füchse Berlin 24:27 (13:13)
Tore: Schiller (6), Rentschler (4), Bagersted (3), Heymann (3), Damgaard Espersen (2), Kneule (2), Kozina (2), Ritterbach (1), Sesum (1)  für Göppingen - Lindberg (9), Elisson (4), Wiede (4), Zachrisson (4), Koch (3), Drux (2), Gojun (1) für Berlin
Zuschauer: 6209

St. Raphael Handball/Frankreich - SC Magdeburg 28:27 (13:13)
Tore: Caucheteux (11), Lynggaard (6), Sarmiento Melian (4), Jurka (2), Vigneron (2), Dipanda (1), Karalek (1), Popescu (1) für St. Raphael - Musche (7), Pettersson (6), Bezjak (5), Chistiansen (3), Musa (3), O´Sullivan (2), Damgaard Nielsen (1) für Magdeburg
Zuschauer: 6209

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