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Henk Groener übernimmt die deutschen Handball-Frauen als Trainer © Getty Images
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Die deutschen Handball-Frauen müssen sich nach dem Weggang von Michael Biegler neu aufstellen. Sein Nachfolger Henk Groener nennt seine Ziele mit dem Team.

Neustart nach der WM-Enttäuschung: 25 Tage nach dem Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM hat der neue Frauen-Bundestrainer Henk Groener (57) mit viel Enthusiasmus und klaren Zielen seine Arbeit aufgenommen.

Er wolle die Mannschaft "langfristig in der Weltspitze etablieren", sagte der Nachfolger von Michael Biegler bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstag in Stuttgart: "Wir wollen schnellen, attraktiven und erfolgreichen Handball spielen." Sein Pflichtspieldebüt wird Groener bei den Spielen der EM-Qualifikation im März geben.

"Nächsten Schritt machen"

Groener wird die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zunächst bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio betreuen. Der Niederländer galt als Wunschkandidat des Deutschen Handballbundes (DHB) und stand bereits vor der WM als Nachfolger Bieglers fest.

"Wir wollen mit ihm den nächsten Schritt machen", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann am Donnerstag. Groener könne den Weg in die Weltspitze "mit unseren Frauen gehen".

Positive Vita bei Oranje-Team

Der langjährige niederländische Nationaltrainer, der die Oranje-Frauen von 2009 bis 2016 sukzessive nach oben geführt hatte, setzte sich in einem verbandsinternen Casting gegen namhafte Mitbewerber aus dem Männerbereich durch.

"Es ist eine tolle Aufgabe und eine große Herausforderung", sagte Groener. Er habe Freude daran, die deutsche Mannschaft "dahin zu führen, wo die Holländerinnen jetzt sind". Bei der WM in Deutschland holte die Niederlande kürzlich Bronze.

Biegler in Männer-Bundesliga

Groener, der selbst 208 Länderspiele für die Niederlande bestritt, verfügt auch über umfangreiche Erfahrungen im Männer-Handball. Er betreute unter anderem den TV Emsdetten in der 2. Liga und coachte die niederländische Nationalmannschaft.

Biegler hatte nach der Heim-WM auf eigenen Wunsch aufgehört und arbeitet seit dem 1. Januar 2018 für den Männer-Bundesligisten SC DHfK Leipzig.

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