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Handball © Getty Images
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Berichte über entwürdigende Aufnahmerituale im Internat der SG Flensburg-Handewitt erschüttern den deutschen Meister. Geschäftsführer Schmäschke bezieht Stellung.

Der deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt hat Berichte über entwürdigende Rituale in seiner Jugend-Akademie offen und sachlich kommentiert.

"Dieses Ritual betrifft nicht uns, die Akademie ist unabhängig", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke dem SID am Samstag: "Dennoch verurteilen wir auf das Schärfste, was dort passiert ist."

Das Nachrichtenmagazin Spiegel und in der Folge auch der NDR hatten berichtet, Jugendspieler hätten sich in dem Handball-Internat einem Aufnahmeritual unterziehen müssen. Dabei seien den Talenten Brustwarzen mit einer Rohrzange umgedreht worden, während Mitspieler sie festhielten.

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Sowohl der Spiegel als auch der NDR zitieren einen Handballer, der angibt, neun Monate nach dem Ritual im März 2016 die Akademie verlassen und mit dem Sport aufgehört zu haben. Es sei ein posttraumatisches Belastungssyndrom diagnostiziert worden.

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"Es ist alles getan worden, um das professionell aufzuarbeiten", versicherte Schmäschke: "Seitdem hat es nie wieder einen Vorfall gegeben."

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Gleiches sagte Akademie-Geschäftsführer Lewe Volquardsen dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Zudem habe die Nachwuchsschmiede Präventionsmaßnahmen ergriffen, "darunter regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Spielern, Elterngespräche, eine engere Betreuung und ein vertieftes Auswahlverfahren potenzieller Internatsbewohner". 2017 sei eine Sportpsychologin eingestellt worden.

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