Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Hannover - Deutschland testet letztmals vor der Heim-WM gegen Argentinien. Bundestrainer Christian Prokop hat den finalen Kader bereits verkündet - mit einem prominenten Opfer.

Das Ergebnis passte, die Stimmung war prächtig – und Bundestrainer Christian Prokop hatte gute Laune. Nicht, weil die deutsche Handball-Nationalmannschaft beim 32:24 (17:13)-Sieg gegen Tschechien im vorletzten Testspiel vor der Heim-WM so brilliert hätte. Ganz im Gegenteil: Die erschreckenden Schwächephasen zu Beginn beider Halbzeiten kamen Prokop gerade recht.

"Das war ein sehr aufschlussreicher Test", sagte der Bundestrainer: "Wichtige Erkenntnisse, die wir teilweise schon hatten, wurden nochmal bestätigt."

Ob er dazu auch Erkenntnisse über die Wackelkandidaten zählte, wollte der 40-Jährige zunächst nicht verraten. Prokop sagte zu seinem Kader-Casting lediglich: "Wir wollen die stärkste Mannschaft zur WM schicken." (Alle Infos zur Handball-WM 2019)

Anzeige

Prokops Kader steht fest

Im Anschluss legte er sich fest, noch vor der WM-Generalprobe am Sonntag in Kiel gegen Argentinien verkündete der Bundestrainer seinen finalen Kader, er strich zwei Spieler aus seinem bis dahin 18-köpfigen Aufgebot (Handball: Deutschland - Argentinien ab 14 Uhr im LIVETICKER). Vorerst geplatzt ist der Traum von der Heim-WM für Tim Suton (TBV Lemgo) und Tobias Reichmann (MT Melsungen). 

Einen Zusammenhang zwischen der Angst vor der Streichung und den vielen Konzentrationsschwächen gegen Tschechien sah Prokop nicht. "Es war mannschaftlich einfach der ein oder andere Fehler zu viel", sagte er: "Wir wollten dann die Sache flink wieder korrigieren." Dabei seien aber noch mehr Fehler passiert. "Wir waren alle ein bisschen nervös", gestand Kreisläufer Patrick Wiencek: "Bei der WM dürfen wir solche Fehler nicht machen, die werden da noch härter bestraft."

ANZEIGE: Sichern Sie sich jetzt DHB-Fanartikel - hier geht es zum Shop

Gensheimer überragt und schwärmt

Prokop musste von der Seitenlinie aus mitansehen, wie die 6:0-Abwehr noch nicht richtig funktioniert, vor allem was die Abstimmung der Deckung mit den Torhütern betrifft. Aus der späteren 3:2:1-Formation heraus sah Prokop dagegen "ein super Tempospiel, da hat man gemerkt, was dann in der Halle passiert." Begeistert honorierten die 9967 Fans in der ausverkauften Hannover-Arena den starken Schlussspurt der deutschen Mannschaft.

Herausragend in den letzten Minuten war Kapitän Uwe Gensheimer. Der Weltklasse-Linksaußen von Topklub Paris St. Germain lief nach Startproblemen richtig heiß. "Es hat Megaspaß gemacht", sagte Gensheimer: "Wir sind alle schon mit einem Grinsen in die Halle gekommen."

Prokop setzt auf Fans

Auch beim WM-Eröffnungsspiel am kommenden Donnerstag (ab 18.15 Uhr im LIVETICKER) gegen ein vereintes Team aus Korea wird das Publikum in der Berliner Arena am Ostbahnhof ein großer Faktor für die DHB-Auswahl sein. Der Heimvorteil beflügelt das Team, glaubt Prokop.

Er habe schon gegen Tschechien gesehen, "dass die Mannschaft zusammensteht und fightet". Zumindest das ist schon jetzt eine große Verbesserung im Vergleich zum EM-Debakel vor einem Jahr in Kroatien.

So können Sie das Handball-Testspiel zwischen Deutschland und Argentinien verfolgen:

LIVESTREAM: zdfsport.de

LIVETICKERSPORT1.de

Nächste Artikel
previous article imagenext article image