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In der Vorrunde trennten sich Deutschland (l.: Paul Drux) und Frankreich Unentschieden
In der Vorrunde trennten sich Deutschland (l.: Paul Drux) und Frankreich Unentschieden © Getty Images
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Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Norwegen gehen die deutschen Handballer motiviert in das Spiel gegen Frankreich. Alle Spieler sind dafür einsatzbereit.

Die deutschen Handballer versprechen für den Kampf um WM-Bronze Vollgas.

"Wir haben eine Riesenverantwortung. Die Mannschaft ist bereit, noch einmal 60 Minuten alles reinzulegen, um eine Medaille nach Deutschland zu holen", sagte DHB-Teammanager Oliver Roggisch am Samstag in Herning.

Im Spiel um Platz drei am Sonntag (Handball-WM: Deutschland - Frankreich ab 14.30 Uhr im LIVETICKER) gegen den entthronten Weltmeister Frankreich gehe es auch darum, "Vorbild zu sein für die Kinder, die jetzt mit dem Handball anfangen. Wir wollen ihnen zeigen, dass man Niederlagen schnell verarbeiten kann."

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Kromer: "Auf Platz drei wären wir stolz"

Dies unterstrich auch Axel Kromer, Sportvorstand beim Deutschen Handballbund (DHB): "Eine Bronzemedaille mag auf den ersten Blick einen Trostpreis darstellen, aber wenn wir bei so einer tollen WM auf den dritten Platz gelangen, ist das einfach eine überragende Leistung. Dann wären wir sehr stolz", sagte Kromer. Das Team von Bundestrainer Christian Prokop hatte im Halbfinale gegen Norwegen (25:31) am Freitagabend ihre erste Turnier-Niederlage kassiert und den Traum vom WM-Gold begraben müssen.

"Sicherlich hat das auch seine Narben hinterlassen, die Jungs sind enttäuscht", sagte Kromer, doch Coach Prokop habe die Mannschaft bereits auf der nächtlichen Busfahrt von Hamburg nach Herning "aufgemuntert und dem Team erzählt, was wir noch für eine Aufgabe haben".

Es gebe "viele gute Gründe, eine Top-Leistung zu zeigen", betonte Kromer: "Es geht um Bronze, es geht gegen den Weltmeister. Es geht gegen das Team, das uns einen Punkt in der Vorrunde geklaut hat." In der ersten Turnierphase hatte Deutschland im Duell gegen die Franzosen in der Schlusssekunde den Ausgleich kassiert.

Für das letzte Turnierspiel am Sonntag, der zehnten WM-Partie innerhalb von 18 Tagen, meldeten sich alle 16 Akteure fit. "Wir haben sehr viele angeschlagene Spieler wie andere Mannschaften auch. Aber das ist keine Ausrede", sagte Roggisch: "Wir spielen um eine Medaille und spätestens, wenn das Spiel angepfiffen ist, sind alle Schmerzen vergessen." Es geht um die erste WM-Medaille seit dem goldenen Wintermärchen 2007.

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