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Zwölf Jahre nach dem Wintermärchen 2007 wollen die deutschen Handballer bei der Heim-WM ihre eigene Geschichte schreiben. Im Eröffnungsspiel wartet Korea.

Ein Dutzend Kamerateams, knapp 100 Journalisten - spätestens als Christian Prokop den proppenvollen Saal betrat, wusste der Bundestrainer: Das Vorgeplänkel ist vorbei, jetzt wird es ernst.

"Ich spüre, dass ich die Mannschaft nur noch loszulassen brauche", sagte Prokop voller Vorfreude auf den WM-Start der deutschen Handballer am Donnerstag gegen das vereinte Team Korea. (Handball-WM: Deutschland - Korea, ab 18.15 Uhr im LIVETICKER)

In die Euphorie mischte sich so kurz vor dem Eröffnungsspiel in Berlin aber auch eine Portion Nervosität. "Das ist menschlich, dass wir solche Gefühle verspüren", sagte Prokop auf dem Podium am Hackeschen Markt. Die große Erwartungshaltung sei aber "kein Problem, wenn man das mit Vorfreude kombiniert".

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DHB-Team will zurück auf Handball-Thron

Und diese Vorfreude ist nicht nur beim Coach zu spüren. Zwölf Jahre nach dem Wintermärchen im eigenen Land wollen Torhüter Andreas Wolff und Co. zurück auf den Handball-Thron.

"Wir sind motiviert, unsere eigene Geschichte zu schreiben. Wir haben eine Heim-WM, da wollen wir das Maximale erreichen", sagte Wolff. Das Interesse sei "unglaublich hoch, und wir haben unheimlich Bock auf das Turnier".

Auch Abwehrchef Finn Lemke versicherte, dass die Spannung "zum Greifen" sei. "Wir werden alle viel Spaß haben." Rückraumspieler Steffen Weinhold meinte treffend: "Alle haben das Reden satt."

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"Schwierige" Pflichtaufgabe gegen Korea

Die Verbandsspitze deklarierte das Auftaktmatch unterdessen zur "schwierigen" Pflichtaufgabe. (Handball-WM: Alle Spiele und Ergebnisse)

Die Partie solle als "Dosenöffner" wirken auf dem Weg zum Minimalziel Halbfinale, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Wir erwarten, dass wir einen begeisternden Handball spielen, dass wir eine klare Handschrift sehen, die Mannschaft brennt und dass der Funken auf das Publikum überspringt."

Arrivierte Kräfte wie Kapitän Uwe Gensheimer oder Europameister Wolff und Keeper Silvio Heinevetter wollen genauso dazu beitragen wie frische Kräfte, zu denen Turnier-Neuling Franz Semper oder Bundesliga-Toptorjäger Matthias Musche zählen.

Zweite Chance für Bundestrainer Prokop

Unter besonderer Beobachtung steht in den kommenden zweieinhalb Wochen Trainer Prokop. Nach dem EM-Debakel mit Platz neun vor einem Jahr in Kroatien ist die WM seine zweite Chance.

Die viel zitierten Differenzen zwischen ihm und dem Team seien ausgeräumt, beteuern alle Protagonisten. Prokop und seine Spieler beschworen zuletzt immer wieder einen neuen Geist. "Was solche Aussagen wert sind, zeigt sich erst, wenn es Stresssituationen gibt", sagte Fritz.

Antworten gibt es ab Donnerstag. Die deutschen Handballer sind bereit.

So können Sie die Handball-WM LIVE verfolgen:

TV: ZDF
Livestream: zdf.de, sportdeutschland.tv
Liveticker: SPORT1.de

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