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FBL-BRAZIL-COLOMBIA-ACCIDENT-PLANE © Getty Images
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Weil Gegner Mineiro freiwillig verzichtet, muss Chapecoense nicht zum letzten Saisonspiel antreten. Zuvor war das Team trotz des Flugzeugabsturz dazu gedrängt worden.

Fast die komplette Mannschaft von Chapecoense (19 Spieler) wurde bei dem Flugzeugabsturz in Kolumbien ausgelöscht. Trotzdem hätte sie am letzten Spieltag der Meisterschaft noch einmal antreten müssen - wenn es nach dem Präsidenten des brasilianischen Verbands, Marco Polo del Nero, gegangen wäre.

Chapecoenses Gegner Atletico Mineiro zeigte sich aber solidarisch mit dem Klub und informierte den Verband, dass es zu dieser Partie nicht antreten werde. Damit nimmt der Verein auch Konsequenzen seitens des Verbandes in Kauf. 

"Wir werden nicht spielen. Die härteste Strafe wird möglicherweise ein Abzug von drei Punkten sein. Da das keine Auswirkung auf unsere Tabellenposition hat, ist es das Mindeste was wir für die Familienmitglieder, die Stadt und das Land, das so viel mitgemacht hat, in dieser Woche, machen können", sagte Mineiros Präsident Daniel Nepomuceno.

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Sein Team hat als Vierter sechs Punkte Vorsprung auf Platz fünf. Chapecoense ist Neunter.

Der letzte Spieltag sollte eigentlich am 4. Dezember stattfinden, wurde aber aufgrund des Unglücks auf den 11. verlegt.

Zuvor hatte die brasilianische Zeitung O Globo Ivan Tozzo, Vize-Präsident von Chapecoense, mit den Worten zitiert: "Er (del Nero, Anm. d. Red.) hat mir gesagt, diese Partie müsse gespielt werden, das wird ein großes Fest."

Er habe geantwortet: "Aber wir haben keine elf Spieler". Del Nero habe geantwortet, der Verein habe doch noch einige Profis und zudem Jugendspieler. "Wer aufläuft, spielt keine Rolle. Wir brauchen ein großes Fest. Chapeco und Chapecoense verdienen es."

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