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Roberto Carlos wurde im Bericht der ARD genannt - womöglich ermittelt auch die WADA gegen ihn © Getty Images
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Die Enthüllungen im jüngsten ARD-Report zu Doping in Brasilien sind auch Gegenstand einer laufenden Untersuchung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Auf SID-Anfrage teilte die WADA mit, sie habe Kenntnis von der Dokumentation des ARD-Rechercheteams "Geheimsache Doping - Brasiliens schmutziges Spiel".

"Der Gegenstand der Dokumentation ist Teil der laufenden Untersuchung des unabhängigen WADA-Teams. Aus diesem Grund sehen wir uns nicht in der Lage, weitere Kommentare abzugeben", schrieb WADA-Presse-Koordinatorin Maggie Durand.

Die ARD-Doku wurde am vergangenen Samstagabend ausgestrahlt. Demnach droht dem brasilianischen Spitzensport ein Dopingskandal, der möglicherweise auch ehemalige Fußball-Nationalspieler und Olympia-Medaillengewinner erfasst.

So steht Fußballstar Roberto Carlos laut ARD-Recherche als Spieler des Weltmeisterteams von 2002 im Verdacht, Patient des Arztes Júlio César Alves gewesen zu sein, der laut eigenen Aussagen Doping bei Sportlern praktiziert. Der frühere Seleçao-Star Carlos wies diese Vorwürfe energisch zurück und drohte mit der Einschaltung von Anwälten.

Alves hatte behauptet, 2013 etwa seien unter seinen Patienten "25 Olympia-Athleten" gewesen, dazu "zwei Spieler aus der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft".

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