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FBL-LIBERTADORES-BOTAFOGO-ESTUDIANTES © Getty Images
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In Argentinien schreibt ein Viertligist ein Fußball-Märchen. Der Haken an der Sache: Ein Spieler tritt das Fair Play mit Füßen - und findet das auch noch toll.

Eine wunderbare Underdog-Geschichte aus Argentinien nimmt eine unrühmliche Wende. 

Der Viertligist Sport Pacifico hatte sich in der Copa Argentina völlig überraschend gegen den Erstliga-Klub Estudiantes de La Plata durchgesetzt. Um überhaupt bei dem Erstrunden-Spiel antreten zu können, musste der Klub gehörige Strapazen auf sich nehmen. 

Weil die Reisekosten das Team vor Probleme stellte, organisierten die Fans Verlosungen und ein Event, bei dem rund 1000 Hühner gegrillt und verkauft wurden. Zudem spendeten 400 Fans Geld, damit ihre Namen auf den Trikots der Spieler auftauchen. 

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Der Aufwand lohnte sich, Pacifico steht nach einem 3:2-Sieg in der Runde der letzten 32. Ein paar Tage nach dem Pokal-Coup bekommt das kleine Fußball-Märchen jedoch einen unangenehmen Nachgeschmack. 

"Fußball gehört den Cleveren"

Wie sich herausstellte, trat ein Pacifico Spieler das Fair-Play mit Füßen - und prahlte hinterher auch noch mit seinem zweifelhaften Verhalten. 

Verteidiger Federico Allende hatte eine Nadel mit aufs Spielfeld gebracht und seinen Gegenspieler Juan Otero damit wiederholt drangsaliert. In einem Radio-Interview gab er den Regel-Verstoß offen zu: "Wir wussten, dass wir schmutzig spielen müssen und ich habe die gegnerischen Stürmer immer wieder mit einer Nadel gestochen." 

Reue zeigte er keine, denn: "Der Fußball gehört den Cleveren." Wie klug die Aktion tatsächlich war, wird sich zeigen. Klub-Chef Hector Moncada zeigte sich zutiefst erbost und kündigte den Rauswurf des Abwehrspielers an. 

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