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Neuseelands Spielerinnen beschwerten sich über Trainer Andreas Heraf
Neuseelands Spielerinnen beschwerten sich über Trainer Andreas Heraf © Getty Images
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München - Vergiftetes Arbeitsklima, Mobbing, taktische Defizite: Neuseelands Frauen rechnen mit ihrem österreichischen Trainer ab. Dieser zieht die Konsequenzen.

Der Österreicher Andreas Heraf (50) ist nach heftigen Protesten seiner Spielerinnen als Trainer der neuseeländischen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen zurückgetreten.

Im Juni hatten 13 Spielerinnen der Football Ferns in einem Beschwerdebrief angekündigt, wegen eines vergifteten Arbeitsatmosphäre, Mobbings sowie taktischen Defiziten nicht mehr unter dem Coach spielen zu wollen. Heraf wurde vorgeworfen, ein "Klima der Angst" geschaffen zu haben.

Infolgedessen hatte der Verband NZF Heraf vorerst beurlaubt und eine unabhängige Untersuchung eingeleitet.

Spielerinnen-Revolte gegen Neuseeland-Trainer

"Andreas hat im Zuge seines Rücktritts akzeptiert, dass er sich vollständig an der Untersuchung beteiligen wird", sagte NZF-Präsident Deryck Shaw. Zuletzt hatte Heraf, der auch sein Amt als Technischer Direktor des Verbandes niederlegte, die Vorwürfe in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung Der Standard zurückgewiesen und betont, dass diese "jeglicher Grundlage" entbehrten.

Der elfmalige österreichische Nationalspieler war beim Verband in ungewöhnlicher Doppelfunktion tätig. Im Juli 2017 erhielt er nach vielen Jahren als Coach im österreichischen Junioren-Bereich zunächst den Posten als Technischer Direktor, vier Monate später übernahm er das Frauen-Nationalteam.

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