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Transfermarkt: FIFA plant angeblich Reform von Transfersystem
Die FIFA arbeitet offenbar an einer Transferreform © Getty Images
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Die FIFA will künftig zwielichtige Transfer-Machenschaften unterbinden. Klubs wie Chelsea müssen ihr Modell überdenken. Berater stehen künftig auf dem Prüfstand.

Der Fußballweltverband FIFA hat die Pläne für eine Reform des Transferwesens bestätigt und eine Reihe verschiedener Maßnahmen zur Stärkung der Transparenz vorgeschlagen.

Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Vertretern der europäischen Klubvereinigung ECA, der internationalen Ligen, der Spielergewerkschaft FIFPro sowie Landesverbänden in London.

"Wir haben alle an einen Tisch gebracht und alle Akteure haben verstanden, dass wir handeln müssen. Das Ergebnis ist dieser Reformvorschlag", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Das Paket sieht mehrere unterschiedliche Maßnahmen vor, um das Transfersystem grundlegend zu reformieren. 

Unter anderem sollen Leihgeschäfte limitiert werden. Diese sollen nur noch der Entwicklung von jungen Spielern dienen, nicht mehr der "finanziellen Ausnutzung".

In der vergangenen Saison hatte der englischen Spitzenklub FC Chelsea beispielsweise 38 Spieler verliehen, der italienische Meister Juventus Turin 25. Solche Aktivitäten will die FIFA künftig unterbinden. 

Strenge Regeln für Spieleberater

Weiterhin sollen Spielerberater künftig strengeren Regularien unterliegen. Die Berater sollen innerhalb des Transfersystems registriert und lizenziert werden. Ebenfalls soll eine Rechnungsstelle geschaffen werden, in der die bei Transfers anfallenden Gebühren zentralisiert und vereinfacht werden. 

Über die Umsetzung des Reformpapiers entscheidet das  FIFA-Council bei seiner nächsten Sitzung am 26. Oktober in Ruanda. 

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