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Sepp Blatter ist seit 2015 für sechs Jahre gesperrt
Sepp Blatter ist seit 2015 für sechs Jahre gesperrt © Getty Images
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Der Schweizer kanzelt die Pläne seines Nachfolgers ab und berichtet von einem nicht existenten Verhältnis der beiden. Mit sich selbst ist Blatter im Reinen.

Der umstrittene ehemalige FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino kritisiert und dessen Pläne als "unrealistisch" bezeichnet. Das sagte Blatter im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Wochenendausgabe).

Den geplanten Verkauf einer globalen Nations League und einer aufgestockten Klub-WM für 25 Milliarden Dollar an ein Konsortium verschiedener Investoren bezeichnete Blatter als "Ausverkauf des Fußballs".

Kein Kontakt mit Infantino

Ähnlich kritisch bewertete der 82-Jährige die Aufstockung der Weltmeisterschaft auf 48 Mannschaften. Diese trage nur zur Verwässerung und Banalisierung des Fußballs bei und berge überdies die Gefahr von Manipulationen, sagte Blatter.

"Man darf den Fußball nicht verkaufen", forderte er. Das Verhältnis zu seinem Landsmann Infantino beschrieb Blatter als nicht existent: "Er redet mit mir nicht, ich rede mit ihm nicht."

Blatter hatte den Weltverband FIFA von 1998 bis 2015 angeführt. Im Dezember 2015 sperrte ihn die Ethikkommission wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsführung für acht Jahre für alle Tätigkeiten im Fußball.

Die Sperre wurde später auf sechs Jahre verkürzt. Blatter selbst ist sich nach wie vor keines Fehlverhaltens bewusst. "Ich bin mit mir im Reinen", sagte er.

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