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Joseph S. Blatter war von 1998 bis 2016 Präsident der FIFA
Joseph S. Blatter war von 1998 bis 2016 Präsident der FIFA © Getty Images
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Sepp Blatter fordert vom Fußball-Weltverband die Herausgabe von rund 60 wertvollen Uhren, die ihm seiner Meinung nach zustehen. Die FIFA widerspricht seiner Darstellung.

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat vom Fußball-Weltverband noch einmal nachdrücklich die Herausgabe von rund 60 wertvollen Uhren verlangt, die ihm seiner Meinung nach zustehen.

"Ich bin ein ehrlicher Mann. Ich will meine Uhren zurück und erwarte eine positive Antwort. Ansonsten geht die Angelegenheit vor Gericht", sagte der 83-jährige Schweizer in einem Interview mit der BBC.

Blatter hatte bereits im Mai angekündigt, seinen Nachfolger Gianni Infantino verklagen zu wollen. Ihm gehe es um seine Integrität, zudem auch um die Rückgabe persönlicher Gegenstände. "Dass ist eine Frage des Respekts", wiederholte er bei der BBC.

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Mit der Welt im Reinen

Der Walliser betonte, dass er grundsätzlich mit sich und der Welt im Reinen sei, auf die Rückgabe der umfangreichen Uhrensammlung bestehe er aber. Die FIFA hatte jüngst den Anschuldigungen ihres früheren Chefs widersprochen und auf eine angebliche Übergabe der Zeitmesser im vergangenen Jahr verwiesen.

Der 83-Jährige behauptet aber nach wie vor, dass er nur die billigeren Chronographen erhalten habe. Er betonte, dass er nur die Uhren zurückbekommen wolle, die ihm als Privatperson gehören. Uhren, die er in seiner Funktion als FIFA-Boss geschenkt bekommen habe, könnten im Besitz des Verbandes bleiben.

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Blatter wittert Verschwörung

Blatter hatte die FIFA von 1998 bis 2016 geführt. Am Ende war er unter anderem über eine Zahlung von zwei Millionen Franken (1,75 Millionen Euro) an seinen früheren Berater und späteren UEFA-Chef Michel Platini gestolpert. Blatter wittert nach wie vor eine Verschwörung gegen seine Person.

Als Drahtzieher dieses Komplotts vermutet er Platinis ehemaligen UEFA-Generalsekretär Infantino.

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