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In England verurteilt ein Gericht zwei Mitarbeiter einer Überwachungsfirma zu Gefängnisstrafen. Sie hatten Fotos des Leichnams von Emiliano Sala verbreitet.

Im Skandal um illegal aufgenommene Bilder der Leiche des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Fußballspielers Emiliano Sala sind zwei Mitarbeiter einer Überwachungsfirma zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Das Gericht in Swindon/England sprach eine 14-monatige Haftstrafe gegen die Geschäftsführerin Sherry Bray (49) aus, ihr 62 Jahre alter Mitarbeiter Christopher Ashford muss für fünf Monate hinter Gitter.

Am 7. Februar hatten Bray und Ashford illegal auf das Videomaterial der Überwachungskamera zugegriffen, die die Autopsie des Leichnams von Sala in Bournemouth aufgezeichnet hatte. Sie machten Fotos von den Aufnahmen, die kurz darauf in den Sozialen Medien verbreitet wurden.

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Schwester sah Fotos auf Instagram

Die Fotos hatte unter anderem Salas Schwester Romina bei Instagram gesehen. "Ich werde diese Bilder nie aus meinem Kopf bekommen. Es fällt mir schwer, damit zu leben. Auch mein Bruder und meine Mutter werden das nie vergessen können", sagte Romina Sala, die die Tat der Verurteilten als "niederträchtig und boshaft" bezeichnete.

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Sala war am 21. Januar beim Absturz einer Privatmaschine über dem Ärmelkanal im Alter von 28 Jahren ums Leben gekommen. Er befand sich auf dem Weg zu seinem neuen Klub Cardiff City, der den Argentinier zwei Tage zuvor vom französischen Erstligisten FC Nantes verpflichtet hatte.

Nach Angaben der britischen Untersuchungsbehörde AAIB war eine Kohlenmonoxidvergiftung die Ursache für den Absturz der Maschine, in der Sala und der bis heute verschollene Pilot David Ibbotson saßen.

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