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Eine Fotomontage von Domenico Tedesco sorgt in Russland für Wirbel. Der neue Trainer von Spartak Moskau wird von einer Sportzeitung als "Joker" dargestellt.

Domenico Tedesco bestimmt bereits vor seinem ersten Spiel als Trainer von Spartak Moskau die russischen Schlagzeilen.

Am Freitag veröffentlichte die Sportzeitung Sport Express ein Interview mit dem 34-Jährigen vor dessen Premiere am Samstag (15.30 Uhr) gegen Rubin Kasan samt einer Fotomontage, die den ehemaligen Schalker als den "Joker" aus der Batman-Reihe zeigt.

Allerdings sorgte die Montage vor allem im Lager der Spartak-Fans für große Verärgerung, weil sie nach Meinung der Anhänger eine zu große Ähnlichkeit mit einem normalen Clown aufweisen und den Neu-Trainer damit lächerlich machen würde.

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Tedesco sieht Montage als "Kompliment"

Die Zeitung reagierte noch am Freitag umgehend auf den los getretenen Shitstorm und beteuerte in einer Richtigstellung, keine bösen Absichten mit dem Titelbild verfolgt zu haben. Der Joker-Charakter sei einer der "beliebtesten und berühmtesten in der modernen Kultur" hieß es in dem Statement. "Wir sehen Tedesco als unvorhersehbaren und gefährlichen Gegner für seine Kontrahenten."

Tedesco selbst hatte mit der Foto-Montage indes weit weniger Probleme, als die eigenen Fans. "Der Joker ist die wichtigste Karte im Kartendeck. Deshalb sehe ich das als Kompliment", sagte er auf der Pressekonferenz vor seiner Premiere in der russischen Premjer-Liga.

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Der gebürtige Italiener hatte erst am Montag den Trainerposten beim Rekordmeister übernommen, der damit auf die anhaltende Krise unter Ex-Trainer Oleg Kononow reagierte, der aus den ersten zwölf Spielen lediglich 14 Punkte holen konnte.

Spiel gegen Kasan als erster Gradmesser

"Wir wollen Woche für Woche wachsen und uns entwickeln", erklärte Tedesco bei seiner Vorstellung. Das Wichtigste sei nun zunächst der Mannschaft Selbstvertrauen zu vermitteln. 

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Ob ihm dies in der Kürze der Zeit bereits gelungen ist, wird das Spiel gegen Rubin Kasan zeigen, die aktuell punktgleich mit den Hauptstädtern auf Platz zwölf liegen und ebenfalls den eigenen Erwartungen hinterherjagen.

Durch seine Unterschrift bei Spartak spart Tedesco seinem Ex-Klub Schalke 04 dem Vernehmen nach rund fünf Millionen Euro an Gehalt, weil er dort nach seiner Entlassung im März noch einen bis 2022 gültigen Vertrag besaß.

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