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Luka Jović hat einen schweren Start in die neue Saison. Bei Real läuft es nicht wie erwünscht und jetzt kommt noch ein Streit mit dem serbischen Verband hinzu.

Im vergangenen Sommer erfüllte sich Luka Jović mit dem Wechsel zu Real Madrid einen Traum.

Doch weder bei den Königlichen noch in der serbischen Nationalmannschaft läuft es derzeit rund für den 21-Jährigen. Für die vergangenen Länderspiele wurde der Stürmer gar nicht berücksichtigt.

Streit Grund für Nichtnominierung

Serbiens Nationaltrainer Ljubisa Tumbaković verzichtete auf eine Nominierung Jovics für die vergangenen Länderspiele. Vorausgegangen war eine Meinungsverschiedenheit mit dem Trainer in der vergangenen Länderspielpause.

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Jović reiste mit Verletzungsproblemen vorzeitig von der Nationalmannschaft ab und verpasste so das Spiel gegen Luxemburg. Die Beschwerden hielten den Shootingstar aber nicht davon ab, wenige Tage später für Real im Ligaspiel gegen Levante aufzulaufen.

In seiner serbischen Heimat wurde dieses Vorgehen als sehr kritisch beäugt und auch Nationaltrainer Tumbaković missfiel das Verhalten. So verzichtete er für die Länderspiele gegen Paraguay und Litauen auf eine Berufung des Shootingstars.

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Jović Senior gesteht Fehler ein

Gegenüber der serbischen Zeitung ALO meldet sich Jovićs Vater nun zu Wort und verteidigt seinen Sohn. Auch, wenn er zugibt, dass der Zeitpunkt der Abreise vom Nationalteam nicht optimal war.

"Es stimmt, dass es nicht der adäquate Moment war, die Nationalmannschaft zu verlassen. Sie kämpfte in dem Moment um die Europameisterschaft. Er ist aber der 15. Spieler der Nationalmannschaft, der sich verletzt und dann das nächste Spiel bei seinem Klub bestreitet", so Milan Jović.

Dennoch gibt er zu, dass der Trainer immer das letzte Wort habe und die Entscheidung treffen müsse.

"Der Trainer befindet sich immer im Recht. Seine Entscheidung ist immer die letzte und der Fußballer muss das respektieren. Wenn Luka etwas Falsches macht, müssen die beiden darüber sprechen."

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Milan Jović: "Luka ist ein stolzer Serbe"

Eine Nichtberücksichtigung hält Jović allerdings für nicht angemessen. Ebenso findet er den Vorwurf von fehlendem Engagement gegenüber seinem Land als falsch.

"Das Trikot von Serbien zu tragen, ist für ihn ein Traum. Das Landeswappen ist heilig. Luka ist ein stolzer Serbe. Mich stört es, dass er in diesem negativen Kontext erwähnt wird. Das verdient er nicht. Mir tut das als Vater sehr weh. Luka ist ein Patriot", so Jović Senior gegenüber der Boulevardzeitung.

Außerdem bemängelt er, dass positive Handlungen im Profifußball "schnell vergessen" werden. Kurz nach seinem Wechsel nach Spanien verletzte sich Jović, wollte aber unbedingt an der U21 Europameisterschaft teilnehmen.

"Er sagte mir, dass er selbst mit einem Bein für sein Land spielen will, wenn es nötig wäre. Seine Freunde würden nämlich dort spielen und er wolle sie nicht enttäuschen. Ich bin mir sicher, dass das kein anderer an seiner Stelle getan hätte. Es ist nicht fair, Luka so in Verlegenheit zu bringen, aber jeder hat das Recht, das zu äußern, was er möchte. Ich auch."

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