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Georginio Wijnaldum (l.) und Frenkie de Jong (r.) setzten ein Zeichen gegen Rassismus
Georginio Wijnaldum (l.) und Frenkie de Jong (r.) setzten ein Zeichen gegen Rassismus © Twitter/@GWijnaldum
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Nach rassistischen Beleidigungen gegen einen Spieler aus der zweiten Liga setzt der Profifußball in den Niederlanden ein Zeichen.

Die Fußballer der beiden höchsten niederländischen Spielklassen protestieren am kommenden Wochenende mit einer besonderen Aktion gegen Rassismus.

In der ersten Minute ihrer Partien der Eredivisie und der Keuken Kampion Divisie werden die Spieler stillstehen. Auf den Anzeigetafeln in den Stadien soll zeitgleich die Meldung "Rassismus? Dann spielen wir keinen Fußball" eingeblendet werden. Die verlorene Minute wird am Ende der ersten Halbzeit nachgespielt.

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Die Spieler reagieren damit auf Verunglimpfungen ihres Kollegen Ahmad Mendes Moreira. Der Linksaußen des Zweitligisten Excelsior Rotterdam war am vergangenen Sonntag im Spiel beim FC Den Bosch (3:3) bei jeder Ballberührung mit Affengeräuschen und Liedern über den "Zwarte Piet" beleidigt worden. Der Schiedsrichter hatte die Partie daraufhin zwischenzeitlich unterbrochen und damit für ein Novum im niederländischen Fußball gesorgt.

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Der niederländische Fußballverband KNVB und der FC Den Bosch kündigten Untersuchungen der Vorfälle an. "Es ist Wahnsinn, was hier passierte. Scheußlich", sagte KNVB-Direktor Erik Gudde. Mit Bestürzung hatten auch zahlreiche niederländische Nationalspieler um Georginio Wijnaldum und Memphis Depay auf die rassistischen Schmähungen reagiert.

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