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München - Seit dem Weggang aus Frankfurt hingen Luka Jovic und Ante Rebic bei ihren neuen Klubs in den Seilen. Nun melden sich beide spektakulär zurück - die Wende?

Lange Zeit war es sehr still geworden um die "Büffelherde".

Seitdem das Trio Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller Eintracht Frankfurt im vergangenen Sommer verlassen hat, machten zumindest zwei der drei Stürmer nicht mehr mit starken Leistungen und Toren am Fließband Schlagzeilen.

Doch als würde Jovic und Rebic das unsichtbare Band der Büffelherde noch immer verbinden, beendeten beide Spieler bei ihren neuen Klubs beinahe gleichzeitig ihre Durststrecke.

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Jovic bringt Real auf die Siegerstraße

Den Anfang machte am Samstagabend Jovic bei Real Madrid.

Der Serbe, der die Eintracht Anfang Juli in Richtung Spanien verlassen hatte, brachte die Königlichen in der Partie gegen den FC Sevilla auf die Siegerstraße: Mit seiner Zauber-Vorlage für Casemiro, der in der 57. Minute das 1:0 erzielte, zahlte der 22-Jährige das Vertrauen zurück, das ihm sein Trainer Zinédine Zidane mit dem vierten Startelf-Einsatz in der Liga gegeben hatte.

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Wenige Minuten später nahm ihn Zidane zwar vom Feld, doch der Arbeitstag von Jovic war trotzdem der produktivste seit langem. Vor diesem Spiel hatte Jovic an sieben von 19 La-Liga-Partien überhaupt nicht teilgenommen, nur ein einziges Mal über 90 Minuten auf dem Platz gestanden und lediglich einen Treffer erzielt (beim 5:0-Kantersieg gegen Leganés).

Rebic dreht Spiel mit Doppelpack

Auch sein ehemals kongenialer Sturm-Partner Rebic spielte bei seinem neuen Klub in der Serie A seit seiner Ankunft aus Frankfurt eher eine Nebenrolle.

Beim AC Mailand schmorte er vor dem Wochenende in 16 Spielen acht Mal komplett auf der Bank, bestritt kein einziges Spiel über 90 Minuten und durfte nur einmal von Beginn an ran. Seine Ausbeute aus acht Teilzeit-Einsätzen: null Tore, null Vorlagen.

Am Sonntag stand er auch gegen Udinese nicht in der Startelf, stach aber endlich als Joker. Zur Pause hatte Milan im San Siro 0:1 zurückgelegen. Trainer Stefano Pioli, der mit Rebic schon zu Zeiten in Florenz wenig anfangen konnte, brachte den Kroaten nach der Pause in die Partie, der direkt mit seinem ersten Ballkontakt in der 48. Minute den Ausgleich erzielte.

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Doch damit nicht genug! Nachdem die Gäste in der 85. Minute die zwischenzeitliche Führung wieder ausgeglichen hatten, war es erneut Rebic, auf den Verlass war. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte der 26 Jahre alte Angreifer für den Sieg, wodurch Milan immerhin wieder Anschluss an die Europapokalplätze hat.

"Ich bin zufrieden, weil ich jedem gezeigt habe, was ich kann", sagte Rebic im Anschluss bei DAZN. "Über meinen Doppelpack bin ich sehr glücklich. Ich werde weiter daran arbeiten, mich zu verbessern." Ein Sonderlob gab es von Trainer Pioli: "Er hat den Unterschied gemacht und verdient die Anerkennung dafür."

Haller meldet sich nach Durchhänger zurück

Und der dritte Büffel?

Sébastien Haller, der die Eintracht Mitte Juli in Richtung England zu West Ham United verlassen hatte, musste im Gegensatz zu Jovic und Rebic nicht mit der Rolle des Bankdrückers Vorlieb nehmen.

Er bestritt seine ersten sieben Ligaspiele stets über 90 Minuten und knüpfte mit vier Treffern sowie einer Vorlage auch durchaus an die Erfolge in Frankfurt an.

Allerdings hatte der 25 Jahre alte Franzose danach mit einer Durststrecke zu kämpfen, die erst Anfang des neuen Jahres mit einem Tor gegen Bournemouth endete.

Wende bei der gesamten Büffelherde?

Kommt nun die glückliche Wende für die frühere Büffelherde?

Erst Anfang des Monats hatte Zidane seinem Schützling Jovic noch Rückdeckung gegeben: "Man muss Geduld mit ihm haben. Er ist ein Kind, das viel lernen will. Er ist sehr gut und wird viele Tore schießen. Wir setzen auf ihn und müssen geduldig sein", lauteten die Worte des Real-Coaches.

Ähnlich hatte sich zuletzt Mitspieler Toni Kroos im SPORT1-Interview geäußert. "Man darf nicht vergessen, dass Luka erst 21 Jahre alt ist. Ich finde schon, dass er die nötigen Qualitäten mitbringt, um sich hier durchzusetzen", hatte Kroos erklärt. 

Rebic hofft durch seinen Doppelpack ebenfalls auf einen Brustlöser. Immerhin hat der Kroate nun bewiesen, dass er auch ohne die restliche Büffelherde funktionieren kann.

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