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Rio de Janeiro - Die Fußballprofis in Brasilien verweigern einen Gehaltsverzicht, der Solidaritätspakt platzt und jeder Klub muss eigene Maßnahmen treffen. Die Spieler gehen in Zwangsurlaub.

Der große Solidaritätspakt im brasilianischen Fußball ist zerplatzt, im tagelangen Hin und Her über Gehaltskürzungen während der Coronakrise gibt es keinen einheitlichen Weg.

"Jeder Klub wird es mit seinen Spielern entscheiden. Schließlich sind es auch unterschiedliche Realitäten", berichtete der Generalsekretär des nationalen Verbandes CBF, Walter Feldman, nach einer Videokonferenz mit 30 Teams aus den vier nationalen Ligen.

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Klubs schicken Profis wegen Corona in den Urlaub

Die Nationale Kommission der Klubs (CNC) legte am Donnerstag gar einseitig fest, dass Spieler und Betreuerstab vom 1. bis 20. April in Urlaub gehen und am 15. April eine neue Bewertung der Situation erfolge.

Bis dahin würden die Gehälter nicht gekürzt. Die vorgezogenen Kollektivferien ermöglichen zudem neue Spieltermine im üblichen Urlaubszeitraum Ende Dezember/Anfang Januar.

Brasilien-Profis wollen Urlaub bei vollem Gehalt

Die brasilianischen Fußballprofis hatten zuvor eine Gehaltskürzung in der Coronakrise verweigert.

Nach Rücksprache mit den Akteuren aus der ersten bis vierten Liga lehnte die Spielergewerkschaft FENAPAF am Mittwochabend den von den Klubs eingeforderten Solidaritätsbeitrag von 25 Prozent weniger Gehalt während der Corona-Pause ab.

Dies hätte vor allem viele Profis bei unterklassigen Vereinen getroffen, die nur Durchschnittslöhne oder wenig darüber erhalten.

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Zwangsferien ja - aber nur mit Urlaubsgeld

Immerhin zeigten sich die Spieler einverstanden, im April vorzeitig in Kollektivurlaub zu gehen. Doch während die Vereine 20 Ferientage angeboten hatten, sieht der FENAPAF-Vorschlag vor, den normalerweise erst nach Saisonende im Dezember beginnenden Jahresurlaub von 30 Tagen komplett vorzuziehen.

Und dies bei vollem Gehaltsausgleich und der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Auszahlung des Urlaubsgeldes in Höhe von einem Drittel des Monatslohns.

Brasilien hofft noch auf reibungslose Saison

Die CBF geht davon aus, die eigentlich am 3. Mai startende Saison der brasilianischen Serie A somit bei einem Beginn bis 1. Juli noch reibungslos über die Bühne bringen zu können.

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Um die bis dahin verpassten elf Spieltage in einem neuen Kalender zu integrieren, gilt die Nutzung der ursprünglich für Länderspiele freigehaltenen FIFA-Zeitfenster bereits als sicher, jedoch mit den damit verbundenden Freistellungsproblemen von Akteuren aus der Heimatliga für die Selecao.

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