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Valerien Ismael sorgt beim LASK Linz für Furore
Valerien Ismael sorgt beim LASK Linz für Furore © Getty Images
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München - In Liga thront der LASK an der Spitze - vor Salzburg. In der Europa League geht es gegen ManUnited. Trainer Valérien Ismael spricht bei SPORT1 über das Erfolgsgeheimnis.

Der Linzer ASK rockt die österreichische Alpenliga, hat Serienmeister Red Bull Salzburg an der Tabellenspitze abgelöst und fordert nun in der Europa League Manchester United.

Hinter dem Sensationserfolg steht Ex-Bayern-Star Valérien Ismael.

Im SPORT1-Interview spricht der 44-Jährige über seinen Plan gegen ManUnited, die Gründe für seine erfolgreiche Arbeit in Linz und seine Zukunft.

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SPORT1: Herr Ismael, Tabellenführer mit sechs Punkten Vorsprung auf die Millionentruppe Salzburg, als einzige österreichische Mannschaft noch in der Europa League vertreten. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Valérien Ismael: Ich habe in Linz eine sehr gute Basis vorgefunden, eine zusammengewachsene Mannschaft, die aggressives Pressing spielt. Der Star ist die Mannschaft. Hier lässt man mich in Ruhe arbeiten. Ich fühle mich sehr wohl.

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Ismael: "Brauche einen Verein, bei dem Stabilität vorherrscht"

SPORT1: Bei Ihren vorherigen Trainerstationen war das aber anders.

Ismael: Egal ob als Trainer oder als Spieler - letztlich geht es darum, aus seinen Fehlern zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Ich habe trotz erster Rückschläge, die es zu Beginn meiner Trainerkarriere gegeben hat, immer an mich geglaubt. Das Feedback der Spieler war immer positiv, das hat mich aufgebaut. Die Aufgabe in Nürnberg kam rückblickend zu früh für mich, die Situation in Wolfsburg war äußerst schwierig, da haben sich auch meine Nachfolger schwergetan. Ich habe daraufhin meine Situation ausführlich analysiert und viel reflektiert, kam dabei zum Ergebnis, dass ich einen Verein brauche, bei dem Stabilität vorherrscht. Die habe ich jetzt in Linz gefunden. Hier passt alles optimal zusammen und ich bin von meiner Familie, die in der Nähe von München lebt, nicht weit entfernt.

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SPORT1: Sind sie jetzt wieder bereit für die Bundesliga?

Ismael: Beim LASK passt für mich alles optimal zusammen. Ich befinde mich mit meiner beruflichen und familiären Situation im Gleichgewicht. Was meine Karriereplanung angeht, bin ich sehr entspannt. Meine Konzentration gilt derzeit nur dem LASK. Der Verein ist äußerst ambitioniert, wir bekommen zudem in zwei Jahren ein neues Stadion. Ich kann mir daher vorstellen, den nächsten Schritt mit dem LASK zu machen.

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Ismael erklärt Plan gegen Manchester United

SPORT1: In der Europa League geht es gegen Manchester United. Gary Lineker hat nach der Auslosung gesagt: Wer zur Hölle ist der LASK?

Ismael: Das sehe ich nüchtern, der LASK war bislang auf internationaler Ebene wenig bekannt. Dass im Achtelfinale ein österreichischer Verein steht, der nicht Salzburg heißt, ist natürlich für viele verwunderlich. Nur jene, die unseren Weg verfolgt haben, werden uns nicht unterschätzen. Klar: ManUnited ist Favorit, das ist wie ein Duell David gegen Goliath. Aber das ist wiederum unsere Chance. Fakt ist: Wir werden vor ManUnited nicht in Ehrfurcht erstarren und nur Fotos für unser Album machen. Wir werden uns gut vorbereiten und unser aggressives Pressing durchziehen. Das machen wir, egal ob der Gegner Vöcklamarkt oder Manchester heißt.

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SPORT1: Anderes Thema: Machen Sie sich um Ihren Ex-Klub Bremen Sorgen?

Ismael: Die sind in einer extrem gefährlichen Situation. Dass das Frankfurt-Spiel verschoben wurde, ist unglücklich, da man in der Tabelle immer ein Spiel im Rückstand ist. Am Ende könnte aber genau das auch ein entscheidender Vorteil sein. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass Bremen sich schon aus einer ähnlichen Lage retten konnte. Darum gehe ich davon aus, dass es Werder auch dieses Jahr wieder schaffen wird. Der große Vorteil ist, dass der Klub immer kühlen Kopf behält, sich nicht verrückt machen lässt und am Trainer festhält.

SPORT1: Wie beurteilen Sie die Hass-Plakate gegen Hoffenheim-Mäzen Hopp?

Ismael: Das ist schockierend, es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, einen Menschen, der viel für den Fußball in Hoffenheim getan hat, so zu behandeln. Er hat nichts Falsches getan, im Gegenteil, ich habe über ihn nur Positives gehört.

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