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München - In wenigen Wochen startet die Chinese Super League in ihre neue Saison. Wegen des Coronavirus stehen ausländische Stars wie Marko Arnautovic vor Problemen.

Obwohl die Coronakrise in China offenbar ihren Zenit schon überschritten hat, steht der Saisonstart der Chinese Super League (CSL) in den Sternen.

Anvisiert ist nun der 2. Mai, nachdem die CSL ursprünglich am 22. Februar gestartet werden sollte. Allerdings gibt es nun ein anderes Problem: Derzeit ist völlig unklar, ob dann alle Mannschaften ihren Kader komplett in China versammelt hätten.

Das Land der Mitte hatte am Donnerstag einen Einreisestopp für Passagiere aus Risikoländern verhängt, nachdem zuvor einige Fluggäste positiv auf das COVID-19-Virus getestet wurden - unter anderem der frühere Manchester-United-Star Marouane Fellaini.

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Für die ausländischen Fußballprofis, die sich noch in ihren Heimatländern aufhielten, hieß es daraufhin: Schnell den Koffer packen, bevor der Einreisestopp in Kraft treten würde. 

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Hulk und Oscar auf den letzten Drücker

Für Marko Arnautovic und Sandro Wagner wurde die Zeit zu knapp - beide Stars schafften es nicht mehr nach China. Arnautovic, der zuletzt für West Ham United gespielt hatte, steht aktuell bei Shanghai SIPG unter Vertrag. Wagner stürmt bereits seit 2018 für Tianjin Teda.

Andere ausländische Stars, wie Hulk oder Oscar, hatten mehr Glück und kamen am späten Freitagabend gerade noch rechtzeitig in Shanghai an. Zusammen mit ihrem brasilianischen Landsmann Ricardo Lopes hatten sie einen Privatjet gechartert.

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Sie verließen den Ankunftsbereich des Flughafens von Shanghai laut The Athletic elf Minuten vor der Grenzschließung Chinas. Es sei zwar große Eile geboten gewesen, hieß es, "aber es hat alles geklappt."

Andere hatten weniger Glück, befanden sich aber zum Teil schon auf der Reise. Insgesamt 36 der 71 ausländischen Spieler sind noch außerhalb des Landes, darunter auch Felix Bastians.

Stielike will Quarantäne vermeiden

Der Kicker berichtet, dass auch ihr deutscher Trainer bei Tianjin Teda, Uli Stielike, vorerst in Deutschland bleibe.

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Nachdem ein positiver Fall in seiner Familie die Abreise Stielikes gestoppt hatte, sei seine Sorge vor einer erneuten Quarantäne, die ihm in China auferlegt werden würde, zu groß. 

"Das wäre das Schlimmste für mich", sagte der 65-Jährige, er gebe seine Anweisungen per Videotelefonat an die Assistenten vor Ort.

Ob am 2. Mai tatsächlich der Saisonstart möglich sein wird, wird sich die kommenden Wochen zeigen. Womöglich brauchen die ausgesperrten Stars dann ähnlich viel Glück bei der Einreise wie Oscar und Hulk. Ansonsten droht ein verzerrter Wettbewerb.

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