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Katar ist 2022 Gastgeber der Fußball-WM
Katar ist 2022 Gastgeber der Fußball-WM © Imago
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Katar tut offenbar alles dafür, um eine erfolgreiche WM 2022 im eigenen Land zu spielen. Angeblich will man Nationalspieler nach Belgien verleihen.

Erfolgsversprechende Strategie oder einfach nur Irrsinn?

Angeblich plant die Nationalmannschaft Katars, einen Großteil seiner Spieler nach Belgien auszuleihen, um sie auf ein höheres Niveau für die Heim-WM 2022 zu bringen. Das berichtet zumindest die belgische Zeitung La Derniere Heure.

Die Weltmeisterschaft steigt in gut zwei Jahren im Wüstenemirat. Um ein wettbewerbsfähiges Team auf die Beine zu stellen, ist der katarische Fußballverband schon seit geraumer Zeit dabei, Spieler, die aus anderen Ländern stammen - vorwiegend aus Afrika - in der Akademie "Aspire" in Doha auszubilden.

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Dass dies eine erfolgsversprechende Strategie sein kann, zeigte sich bereits am Gewinn der Asienmeisterschaft 2019. Doch die Verantwortlichen haben offenbar Sorgen, dass das Niveau der Akteure noch nicht reicht, um bei der WM mit den großen Fußballnationen mitzuhalten.

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Deshalb planen sie dem Bericht zufolge, große Teile der Mannschaft an den belgischen Verein KAS Eupen auszuleihen. Aktuell sind die meisten der Spieler in der heimischen Qatar Star League aktiv.

Sportdirektor Condom von KAS Eupen dementiert

Dass diese kuriose Maßnahme möglich ist, soll der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, einen Dringlichkeitserlass in die Wege geleitet haben. Der Emir ist durch eine Investmentholding Mehrheitseigner von KAS Eupen.

Da es in Belgien nicht wie in vielen anderen europäischen Ligen keine Obergrenze von Nicht-EU-Ausländern im Kader gibt, stünde diesem Plan rein rechtlich nichts im Weg.

Doch Eupens Sportdirektor Jordi Condom hat die Gerüchte bereits vehement dementiert. "Ich habe den entsprechenden Artikel gelesen – Blödsinn", stellte Condom in der Zeitung Grenzecho klar. Die Geschichte erinnere ihn "an die Leute, die immer noch denken, dass die Erde nicht rund ist."

Möglicherweise ist von Katars Fußballverband noch niemand auf den Verein zugegangen.

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