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Nasser Al-Khelaifi wird freigesprochen
Nasser Al-Khelaifi wird freigesprochen © Imago
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Nasser Al-Khelaifi kommt um eine Hafstrafe bei einem Prozess in der Schweiz herum. Auch der frühere FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke kommt glimpflich davon.

Der frühere FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke und Paris Saint-Germains Präsident Nasser Al-Khelaifi sind im Korruptionsprozess in der Schweiz um mehrjährige Haftstrafen herumgekommen.

Al-Khelaifi wurde am Freitag vom Bundesstrafgericht in Bellinzona freigesprochen, Valcke erhielt in einem angehängten Verfahren eine Bewährungsstrafe.

In dem Prozess ging es um Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe von Fußball-Medienrechten.  "Nach einem unerbittlichen Feldzug gegen mich, bei dem die grundlegenden Fakten und das Gesetz auf Schritt und Tritt ignoriert wurden, habe ich endlich meinen Namen vollständig reingewaschen. Das heutige Urteil ist ein echter Sieg", sagte Al-Khelaifi in einer Erklärung. 

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Die Schweizer Staatsanwaltschaft hatte nach zehn Anhörungstagen im September für die Angeklagten mehrjährige Gefängnisstrafen gefordert.  Valcke, der lange als rechte Hand des ehemaligen FIFA-Chefs Joseph S. Blatter fungierte, sollte eine dreijährige Haftstrafe erhalten, Al-Khelaifi 28 Monate.

Auch angehängtes Verfahren ohne schwere Konsequenzen

Al-Khelaifi stand im Verdacht, sich durch Geschenke an Valcke die Übertragungsrechte etwa an den Weltmeisterschaften 2026 und 2030 gesichert zu haben. Unter anderem soll er Valcke den mietfreien Zugang zu einer Luxusimmobilie gewährt haben. 

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Valcke musste sich wegen angeblicher "passiver Bestechung" und "mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung" verantworten. Er wurde verdächtigt, Übertragungsrechte im Austausch für Bestechungsgelder vergeben zu haben.

In einem angehängten Verfahren erhielt Valcke wegen Urkundenfälschung eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen auf Bewährung.

Vom Vorwurf der "privaten Korruption" wurde der 60-Jährige, der 1,25 Millionen Euro vom griechischen Geschäftsmann Dinos Deris erhalten hatte, um angeblich bestimmte Medienpartner zu bevorzugen, freigesprochen. Valcke soll das Geld lediglich falsch angegeben haben.

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