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Sarah Fuller wärmt sich für ihren großen Einsatz auf
Sarah Fuller wärmt sich für ihren großen Einsatz auf © Imago
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Torhüterin Sarah Fuller schreibt in den USA Geschichte. Als erste Frau spielt sie in einer der College-Topligen - als Kickerin im Football.

Sarah Fuller lachte, als sie nach ihrem historischen Auftritt gefragt wurde. Eigentlich, so erklärte sie, sei sie in der vergangenen Woche viel nervöser gewesen. Da hatte sie als Torhüterin mit dem Fußballteam der Vanderbilt University den Meistertitel der Southwest Conference gewonnen - doch nur eine Woche später schrieb sie in der vielleicht ureigensten US-Sportart Geschichte: Als erste Frau spielte sie in einer der Top-5-Ligen (Power Five) College-Football. Als Kickerin.

"Der Fakt, dass ich all die Mädchen repräsentieren kann, die dies einmal tun wollten, ist einfach unglaublich", sagte sie, nachdem sie die zweiten Halbzeit mit ihrem einzigen Kick eröffnet hatte: "Ich hoffe, es bestärkt sie darin, aus sich herauszugehen und etwas Großes zu erreichen."

Sie wolle einen guten Einfluss auf die jungen Mädchen haben, betonte sie. Ein deutliches Zeichen: Die Aufschrift auf ihrem Helm. "Play like a girl" - "spiele wie ein Mädchen" stand dort geschrieben.

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Die Aufregung um Fuller war in der Woche vor ihrem Einsatz gigantisch. Dutzende Interviewanfragen gab es, der Hype in den Sozialen Medien steigerte sich täglich. Auf Twitter wuchs ihre Anhängerschaft von 200 Followern auf mehr als 36.000, einer ihrer Posts bei Instagram habe mehr als 234.000 Likes bekommen, schrieb ihre Universität.

Mehrere Kicker in Corona-Quarantäne

Dabei war der Einsatz Fullers, die mit der Nummer 32 auflief, eigentlich gar nicht geplant gewesen. Nachdem allerdings mehrere Kicker in Corona-Quarantäne mussten, wurde aus dem Plan Wirklichkeit.

Head-Coach Derek Mason lobte seinen Schützling jedenfalls über alle Maßen. "Sie wollte nicht nur einfach für sich selbst eine Bestmarke setzen, sondern einfach helfen", sagte Mason. Sie sei eine "Kämpferin" und ein "Champion", wie sie die aufregende Woche gemeistert habe.

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"Ich denke, das alles folgte einem größeren Plan. Ich habe immer daran geglaubt, dass Frauen fantastische Dinge tun können", sagte Mason: "Wir denken bei Football an einen Männersport. Aber sie hat heute Geschichte geschrieben."

Dabei soll es für Fuller, die bei der 0:41-Niederlage keine Chance auf ein Field Goal oder einen Extrapunkt bekam, nicht bei einer einmaligen Gelegenheit bleiben. Es läge an ihr, ob sie weitermachen will, sagte Mason. Und Fuller erklärte: "Ich würde so gerne ein Field Goal oder einen Extrapunkt erzielen." Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

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