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München - Mikel Arteta fordert nach dem Zusammenprall zwischen David Luiz und Raúl Jiménez temporäre Einwechselspieler. Für die Spielervertreter geht das nicht weit genug.

Arsenal-Trainer Mikel Arteta hat sich nach der Horrorverletzung seines Verteidigers David Luiz für die Einführung von temporären Ersatzspielern ausgesprochen.

Vereinsärzte hätten nicht genug Zeit, um Spieler nach Kopfverletzungen zu untersuchen und zu entscheiden, ob sie weiterspielen können.

Arsenal war unter Beschuss geraten, weil der Verein Innenverteidiger Luiz am vergangenen Wochenende nach einen Zusammenprall mit Wolverhamptons Stürmer Raúl Jiménez (der dabei einen Schädelburch erlitt) zurück auf den Platz geschickt hatte.

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Der Brasilianer hatte keine Gehirnerschütterung, durfte aber bis zur Halbzeit weiterspielen, obwohl aus seinen Kopfbandagen Blut austrat. Danach ließ ihn Arsenal außerdem nach Hause fahren, trotz des Risikos einer verzögerten Reaktion. (Tabelle der Premier League)

Arteta fordert Lehren aus üblem Zusammenstoß

"Er hat alle Tests durchgeführt, alle Protokolle befolgt und wir haben uns wohl gefühlt, dass er weitermachen kann", rechtfertigte Arteta Arsenals Vorgehen.

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Zugleich forderte er aber Lehren aus dem üblen Zusammenstoß. "Wirklich, man muss in einer Minute eine Entscheidung treffen, wenn jemand blutet, jemand neben dir steht, dessen Leben bedroht ist - und vielleicht ist das ein Moment, in dem wir temporär einen Spieler einsetzen können, um diesen Menschen mehr Zeit zu geben", schlug der Spanier vor.

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FIFPRO: Temporäre Wechsel lösen nicht das Problem

In der Tat haben die obersten Regelhüter des Fußballs beim International Football Association Board (IFAB) bereits letzte Wochen erklärt, dass man demnächst eine Testphase starten will, in der Klubs kurzzeitig Spieler ersetzen dürfen, bei denen Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht.

Allerdings betont die Spielervertretung FIFPro, dass auch diese Maßnahme kein Allheilmittel sei, weil die Ärzte weiterhin schnelle Entscheidungen über Kopfverletzungen treffen müssten.

Letztendlich sieht das auch das IFAB so. Ein Sprecher sagte der Daily Mail, die Empfehlung der Experten sei ohnehin "dass ein Spieler mit einer Kopfverletzung dauerhaft aus dem Spiel genommen werden sollte".

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