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München - Lionel Messi ignoriert seinen Konkurrenten Cristiano Ronaldo bei der Wahl zum Weltfußballer. Der Argentinier wählt als Kapitän lieber drei andere Stars.

Die Rivalität zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo lebt offenbar immer noch! 

Das wurde bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres wieder deutlich. Während sich Robert Lewandowski vom FC Bayern überlegen mit einem Erdrutsch-Sieg die Krone aufsetzte, machten die Superstars mit ihren Votings auf sich aufmerksam. (Die FIFA-Gala zum Nachlesen im TICKER)

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Im Detail bekam der Sieger in der Jurygruppe Trainer 554 Punkte (Ronaldo 186, Messi 196), bei den Kapitänen 631 Punkte (Ronaldo 259, Messi 207), von den Journalisten 807 Punkte (Ronaldo 153, Messi 103) und von den Fans 679.997 Punkte (Ronaldo 457.905, Messi 356.950).

Messi gibt Ronaldo keine Stimme

Eineinhalb Jahre, nachdem Ronaldo von Real Madrid zu Juventus gewechselt ist und die Duelle gegen Messis Barca selten geworden sind, hat Messi seinen langjährigen Konkurrenten um die Fußballkrone bei der Stimmvergabe ignoriert. 

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Ronaldo wurde die Weltfußballer-Ehre insgesamt fünf Mal zuteil, Messi sechs Mal.

Beide Superstars waren als Kapitäne ihrer Nationalmannschaften stimmberechtigt. Vor allem Messi überraschte jedoch mit seinen Stimmen. So wählte der Argentinier seinen Ex-Teamkollegen Neymar auf Platz eins, gefolgt von Kylian Mbappé. Der spätere Sieger Robert Lewandowski landete bei Messi immerhin auf Position drei. Ronaldo fehlte bei der Auflistung der besten Spieler aus Sicht des Argentiniers jedoch. 

Ronaldo hingegen setzte seinen ehemaligen Widersacher aus La Liga vom FC Barcelona auf Rang zwei hinter Lewandowski und vor Mbappé. 

Kurios: Bei den Spielführern der wichtigsten Nationalmannschaften gingen sowohl Ronaldo als auch Messi zum Großteil leer aus. 

Lewandowski sieht Thiago vorne

Belgiens Eden Hazard, Brasiliens Thiago Silva, Kroatiens Luka Modric, Frankreichs Hugo Lloris, Deutschlands Manuel Neuer und Hollands Virgil van Dijk ließen die beiden Superstars bei ihren Stimmen außen vor und unterstützten vor allem Lewandowski.

Besonders brisant waren auch die Ergebnisse von Spaniens Kapitän Sergio Ramos und dem Waliser Gareth Bale. Die beiden hatten viele Jahre mit Ronaldo gemeinsam bei Real Madrid gespielt und vier Champions-League-Titel mit ihm gewonnen. Nun war Ronaldo eineinhalb Jahre nach seinem Wechsel zu Juventus für das Duo nicht mehr gut genug, um es unter die besten Drei zu schaffen. Beide sahen stattdessen den Gewinner Lewandowski als besten Spieler. 

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Der Weltfußballer selbst gab ebenfalls sein Votum ab. Der Pole sah den im Sommer zum FC Liverpool abgewanderten Ex-Münchner Thiago vorne. Zudem bekamen Neymar und Kevin De Bruyne noch Punkte von dem Stürmer. 

Für Manuel Neuer war die Entscheidung wohl leicht. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft setzte natürlich seinen Bayern-Mitspieler Lewandowski auf Rang eins, gefolgt von De Bruyne und Thiago. 

Ganz anders als viele andere Stars wählte derweil der Niederländer Virgil van Dijk. Der Liverpooler sah seine Klub-Kollegen Sadio Mané und Mohamed Salah auf den Plätzen eins und zwei und stimmte für Thiago auf Position drei.

Löw unterstützt Lewandowski 

Auch bei den Nationaltrainern war Lewandowski das Maß aller Dinge. Joachim Löw (Deutschland), Gareth Southgate (England), Zlatko Dalic (Kroatien) und Frank De Boer (Niederlande) unterstützten den Triumphator. 

Löw verzichtete bei seiner Nominierung auf einen seiner eigenen Nationalspieler. Hinter Lewandowski sah der Bundestrainer Mbappé und Ramos als beste Akteure. 

Einige Coaches stimmten jedoch für ihre eigenen Schützlinge ab. So war für Brasiliens Adenor Bachi sein Superstar Neymar am stärksten, Belgiens Roberto Martinez wählte De Bruyne auf Rang eins, Frankreichs Didier Deschamps setzte auf seinen Stürmer Mbappé und Portugals Fernando Santos sein Kreuz bei Ronaldo. 

SPORT1 zeigt die wichtigsten Stimmen der FIFA-Wahl zum Weltfußballer:

SPIELER:
Lionel Messi (Argentinien): Neymar (1. Platz), Kylian Mbappé (2. Platz), Robert Lewandowski (3. Platz)

Eden Hazard (Belgien):  Robert Lewandowski (1. Platz), Sergio Ramos (2. Platz), Kevin De Bruyne (3. Platz)

Thiago Silva (Brasilien): Neymar (1. Platz), Kylian Mbappé (2. Platz), Robert Lewandowski (3. Platz)

Manuel Neuer (Deutschland): Robert Lewandowski (1. Platz), Kevin De Bruyne (2. Platz), Thiago Alcântara (3. Platz)

Harry Kane (England): Robert Lewandowski (1. Platz), Kevin De Bruyne (2. Platz), Lionel Messi (3. Platz)

Hugo Lloris (Frankreich): Robert Lewandowski (1. Platz), Thiago Alcântara (2. Platz), Kylian Mbappé (3. Platz)

Giorgio Chiellini (Italien): Cristiano Ronaldo (1. Platz), Robert Lewandowski (2. Platz), Sergio Ramos (3. Platz)

Luka Modrić (Kroatien): Robert Lewandowski (1. Platz), Sergio Ramos (2. Platz), Mohamed Salah (3. Platz)

Virgil Van Dijk (Niederlande): Sadio Mané (1. Platz), Mohamed Salah (2. Platz), Thiago Alcântara (3. Platz)

Robert Lewandowski (Polen): Thiago Alcântara (1. Platz), Neymar (2. Platz), Kevin De Bruyne (3. Platz)

Cristiano Ronaldo (Portugal): Robert Lewandowski (1. Platz), Lionel Messi (2. Platz), Kylian Mbappé (3. Platz)

Sergio Ramos García (Spanien): Robert Lewandowski (1. Platz), Thiago Alcântara (2. Platz), Neymar (3. Platz)

Gareth Bale (Wales): Robert Lewandowski (1. Platz), Thiago Alcântara (2. Platz), Sadio Mané (3. Platz)

TRAINER:

Lionel Scaloni (Argentinien): Sadio Mané (1. Platz), Lionel Messi (2. Platz), Neymar (3. Platz)

Roberto Martínez (Belgien): Kevin De Bruyne (1. Platz), Robert Lewandowski (2. Platz), Thiago Alcântara (3. Platz)

Adenor Bachi (Brasilien): Neymar (1. Platz), Robert Lewandowski (2. Platz), Kevin De Bruyne (3. Platz)

Joachim Löw (Deutschland): Robert Lewandowski (1. Platz), Kylian Mbappé (2. Platz), Sergio Ramos (3. Platz)

Gareth Southgate (England): Robert Lewandowski (1. Platz), Virgil van Dijk (2. Platz), Kevin De Bruyne (3. Platz)

Didier Deschamps (Frankreich): Kylian Mbappé (1. Platz), Cristiano Ronaldo (2. Platz), Kevin De Bruyne (3. Platz)

Roberto Mancini (Italien): Lionel Messi (1. Platz), Cristiano Ronaldo (2. Platz), Neymar (3. Platz)

Zlatko Dalic (Kroatien): Robert Lewandowski (1. Platz), Mohamed Salah (2. Platz), Kylian Mbappé (3. Platz)

Frank De Boer (Niederlande): Robert Lewandowski (1. Platz), Kevin De Bruyne (2. Platz), Lionel Messi (3. Platz)

Fernando Santos (Portugal): Cristiano Ronaldo (1. Platz), Robert Lewandowski (2. Platz), Neymar (3. Platz)

Luis Enrique Martínez (Spanien): Lionel Messi (1. Platz), Thiago Alcântara (2. Platz), Sergio Ramos (3. Platz)

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