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Edwin van der Sar spricht über die Sperre für Ajax-Torhüter André Onana und erklärt, wie es zu dieser kommen konnte - und wie sein Klub nun vorgehen will.

Edwin van der Sar hat Torhüter André Onana von Ajax Amsterdam nach seinem Dopingvergehen in Schutz genommen. 

Bei dem Verstoß des Kameruners habe es sich nicht um böswillige Absicht, sondern um "Pech" gehandelt. In einem Interview mit dem Telegraaf sprach der heutige Geschäftsführer von Ajax über die Begleitumstände des Onana-Urteils. 

Zur Erinnerung: Die UEFA hatte Onana am Freitag mit sofortiger Wirkung für 12 Monate von sämtlichen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen, nachdem bei einer Urinprobe im vergangenen Oktober der Arzneistoff Furosemide nachgewiesen wurde. Ajax will gegen die Entscheidung des europäischen Fußballverbands vor dem Sportgerichtshof CAS vorgehen. 

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Onana hatte versehentlich eine Tablette eingenommen, die seiner Frau verschrieben worden war. 

Van der Sar: "Es war Pech"

Van der Sar sprach von einem schweren Schock für den Klub. "André hat sich am Tag der Dopingkontrolle nicht gut gefühlt und dachte, dass er eine Kopfschmerztablette zu sich genommen habe. Wie sich herausstellte, war es eine Tablette seiner Frau, die ihr nach ihrer Schwangerschaft verschrieben worden war." 

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Der Name des Medikaments und die Verpackung seien sich sehr ähnlich gewesen: "Es war Pech, ja." 

Athleten profitieren nicht direkt von der Einnahme von Furosemide. Allerdings kann man mit dem Arzneimittel die Einnahme von anderen verbotenen Substanzen vertuschen. Ajax habe seine Sicht der Dinge an die UEFA übermittelt, erklärte van der Sar. 

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"Die Experten sagen, dass wir mit Hoffnung vor den CAS ziehen können. Es ist wichtig, dass es zu einem schnellen Urteil kommt", so der Ex-Profi. Er habe von vergleichbaren Fällen gehört, in denen Sportler für vier Jahre gesperrt wurden. Es habe bei der Einnahme des Mittels aber auch schon deutlich kürzere Sperren von rund zwei Monaten gegeben. 

Ajax braucht Onana nicht nur als Stammtorhüter, sondern womöglich auch, um Einnahmen zu generieren. Unter anderem Borussia Dortmund wurde Interesse an dem 24-Jährigen nachgesagt. Sein Vertrag läuft 2022 aus. Sollte die Sperre Bestand haben, könnte sich ein Verkauf als äußerst schwierig gestallten. 

"In den kommenden Wochen werden wir die Situation diskutieren, denn Onana bedeutet natürlich einen Wert im Geschäft. Er war auf der Liste vieler Topklubs", sagte van der Sar. 

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