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Karim Benzema muss im kommenden Jahr wohl vor Gericht erscheinen. Das Berufungsgericht von Versailles hatte einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens abgelehnt.

Frankreichs Starstürmer Karim Benzema muss in der Sexvideo-Affäre wohl doch vor Gericht.

Das Berufungsgericht von Versailles lehnte einen Antrag des 28-Jährigen auf Einstellung der Ermittlungen wegen Erpressung des Fußball-Nationalspielers Mathieu Valbuena ab. Das bestätigte am Freitag ein Anwalt eines Mitbeschuldigten.

Somit wird der Fall voraussichtlich im kommenden Jahr vor Gericht gehen.

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Unlautere Methoden

Benzema und drei weitere Verdächtige hatten der Polizei zuvor unlautere Ermittlungsmethoden vorgeworfen. Die Beamten sollen sich in Telefonaten mit den Beschuldigten als Freunde Valbuenas ausgegeben haben.

Der Angreifer des Champions-League-Siegers Real Madrid war im vergangenen Dezember aus Frankreichs Nationalteam ausgeschlossen worden, nachdem Bekannte seinen Teamkollegen Valbuena mit einem Sexvideo erpresst hatten. Benzema soll auf Valbuena Druck ausgeübt haben, das geforderte "Schweigegeld" von 150.000 Euro zu zahlen.

Bei der EM gehörte er deshalb nicht zum Kader von Trainer Didier Deschamps.

Angeblich auch Cisse involviert

Das Berufungsgericht hielt den Unterschungsrichter zudem dazu an, den früheren Nationalspieler Djibril Cissé anzuklagen. Es ist der Meinung, der 35-Jährige habe an der Erpressung mitgewirkt, indem er Valbuena über Gerüchte um die Existenz eines Sexvideos informierte.

Cissé war bereits im Oktober 2015 wegen einer möglichen Verwicklung in die Affäre verhaftet worden. Zu einer Anklage kam es jedoch nicht.

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