Heftige Strafe für Steuersünder Ronaldo
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Cristiano Ronaldo bleibt die Gefängniszelle offenbar erspart. Der Real-Star soll zwar eine zweijährige Haftstrafe erhalten, die aber zur Bewährung ausgesetzt ist.

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat sich im Verfahren der Steuerhinterziehung mit der spanischen Behörde geeinigt.

Eine gerichtliche Quelle bestätigte einen entsprechenden Bericht der spanischen Tageszeitung El Mundo, wonach der 33 Jahre alte Portugiese eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung erhält. Zudem muss er 18,8 Millionen Euro nachzahlen.

Anwälte wollen Bewährungsstrafe umwandeln

Ronaldo soll in vier Fällen zwischen 2011 und 2014 gegen das Steuerrecht verstoßen haben und dafür jeweils eine sechsmonatige Haftstrafe erhalten. Die Bewährungsstrafe versuchen Ronaldos Anwälte in einer Geldstrafe umzuwandeln.

In Spanien werden Haftstrafen von bis zu zwei Jahren üblicherweise auf Bewährung ausgesetzt, wenn es sich dabei um nicht vorbestrafte Verurteilte handelt.

Der Superstar von Real Madrid, bei dem der Prozess noch nicht eröffnet wurde, wird Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro vorgeworfen. Er soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitzen in den britischen Jungferninseln und Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Ronaldo erklärt sich vor Gericht

Ronaldo hatte in dieser Angelegenheit Ende Juli 2017 vor Gericht in Pozuelo de Alarcon in der Nähe von Madrid ausgesagt.

"Das spanische Finanzamt kennt alle meine Einkünfte im Detail, weil wir sie ihnen übermittelt haben. Ich habe weder irgendetwas verschleiert noch hatte ich die Absicht, Steuern zu hinterziehen", wurde ein Statement Ronaldos zitiert. "Ich mache meine Steuererklärung immer auf freiwilliger Basis, weil ich denke, dass wir alle gemäß unseren Einkünften Steuern erklären und bezahlen müssen. Wer mich kennt, weiß, was ich von meinen Beratern verlange: Dass alles pünktlich und korrekt bezahlt wird, weil ich keine Probleme haben will."

Auch der argentinische Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona war 2016 bzw. 2017 wegen Steuerbetrugs zu einer 21-monatigen Gefängnisstrafe sowie einer Geldstrafe von 2,09 Millionen Euro verurteilt worden. Die Haftstrafe musste der Südamerikaner allerdings nicht antreten.

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