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Real ließ sich die Dienste von Juwel Vinicius Junior 45 Millionen Euro kosten © Getty Images
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München - Vinicius Junior weiß bei seinem Startelf-Debüt für Real Madrid zu überzeugen. Die Presse schwärmt von dem 18-jährigen Juwel. Sein Umfeld kündigt mehr Einsätze an.

Ein Rechtsfuß auf der linken Außenbahn mit einem schnellen Antritt und einer Menge Zug zum Tor. 

Fast ein Jahrzehnt lang durfte Real Madrid von sich behaupten, mit Cristiano Ronaldo einen solchen Spieler in den eigenen Reihen zu haben. Und das können die Königlichen auch noch nach dem Abgang des Superstars zu Juventus Turin.

Vinicius Junior soll so etwas wie der Ronaldo der Zukunft werden. Der eine oder andere Fan mag sich ein wenig an den Portugiesen erinnert haben, als das weiße Ballett am Mittwoch den Drittligisten UD Melilla im spanischen Pokal 4:0 bezwang.

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Youngster überzeugt bei Startelf-Premiere

Der mit seinen 18 Jahren noch blutjunge Brasilianer lieferte mit einer überzeugenden Leistung einen Vorgeschmack auf das, was künftig zur Gewohnheit werden könnte.

Kein anderer Madrilene kreierte mehr Chancen als er. Beinahe hätte Vinicius auch ein Tor erzielt. In der Schlussphase traf er mit einem wuchtigen Schuss aber nur die Unterkante der Latte.

"Das war für mich ein sehr wichtiges Spiel, das meine Karriere prägen wird", schwärmte der Südamerikaner. Kein Wunder, denn erstmals war er bei den Real-Profis in einem Pflichtspiel von Anfang an aufgelaufen.

Santiago Solari, der als Interimstrainer ebenfalls debütierte, hatte ihm zu der Premiere verholfen. Und das nicht rein aus der Laune heraus. In den zurückliegenden Wochen wirbelte Vinicius schließlich in erster Linie in der von Solari trainierten zweiten Mannschaft. Sie kennen sich bestens.

"Unter ihm wird Vinicius mehr spielen. Er ist ein Trainer, der ihn sehr mag", zitiert das Online-Portal Bernabeu Digital das Umfeld des Youngsters.

Jetzt schon mehr Einsatzminuten als unter Lopetegui

Von dem entlassenen Julen Lopetegui war Vinicius lediglich in zwei Partien eingewechselt worden und insgesamt bloß auf 42 Spielminuten gekommen. Mit seinem 90-minütigen Einsatz gegen Melilla hat er unter dem Interimscoach nun also schon mehr als doppelt so viele.

Klar ist aber auch: Es war ein Spiel gegen eine unterklassige Mannschaft, bei der neun Profis verletzungs- oder rotationsbedingt gar nicht erst im Kader gestanden hatten. 

Welche Rolle Vinicius für Solari bei den ernsthafteren Aufgaben in La Liga und der Champions League spielt, wird sich erstmals am Samstag beim Heimspiel gegen Real Valladolid zeigen (La Liga: Real Madrid - Real Valladolid ab 16.15 Uhr im LIVETICKER).

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Vinicius begeistert Presse

"Er wird langsam reifen und sich entwickeln. Das Talent sehen wir alle, aber der Fußball erfordert noch mehr Dinge", sagt Solari über das Offensiv-Juwel.

Der 42-Jährige hatte bei seinem Amtsantritt angesichts der sportlichen Misere gefordert, seine Akteure würden in Melilla "Eier zeigen" müssen. "Solaris Real Madrid besteht vielmehr aus Vinicius als aus Eiern", bewertete die Zeitung La Razon schließlich den Einstand des neuen Mannes an der Seitenlinie.

"Vinicius empfiehlt sich für einen Stammplatz. Er verdient sich mehr Einsatzzeiten", war für die Marca nach dem Auftritt in Melilla bereits klar. "Er hat seine Chance genutzt", schrieb die As. "Er hat all sein Potential gezeigt", konstatierte der Mundo Deportivo.

Vinicius-Berater soll schon mit Barca einig gewesen sein

Kritisch äußert sich einzig die katalanische Zeitung Sport, so etwas wie das Hausblatt des Erzrivalen FC Barcelona. Wie sollte es auch anders sein? "Er ist noch sehr grün hinter den Ohren, um ein entscheidender Spieler zu sein. Vor ihm liegt noch ein langer Weg", lautet ihre Bilanz.

Das ist durchaus richtig, womöglich ist man in Katalonien aber auch etwas neidisch darauf, dass Vinicius das weiße Trikot trägt - und nicht das blau-rote.

Wie der Radiosender Cadena Cope erfahren haben will, hatte Barca den Südamerikaner schon eher als Real im Visier. Es soll sogar eine Einigung mit dem Berater von Vinicius gegeben haben.

Seine Wahl fiel letztlich dennoch auf die Königlichen. Nicht aber, um dort der neue Ronaldo zu werden. Er hätte zu gerne von dem mehrfachen Weltfußballer gelernt - auch wenn vieles schon zum Verwechseln ähnlich aussieht...

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