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Barcelona enttäuscht bislang in dieser Saison vor fremder Kulisse. Trainer Ernesto Valverde scheint sich die Auswärtsschwäche nicht erklären zu können.

Der erneut enttäuschende Auswärtsauftritt des FC Barcelona bei der 1:3-Niederlage gegen UD Levante hinterlässt viele Fragezeichen um die Spielweise der Katalanen. Auch Trainer Ernesto Valverde weicht lieber aus - anstatt sich den Problemen zu stellen.

Zugegeben: Für Barcelona läuft nicht alles schlecht in der bisherigen Saison. Trotz der Pleite ist Barca zunächst weiter an der Tabellenspitze in Spanien, kann aber vom FC Granada am Sonntagabend überholt werden. (Service: TABELLE von La Liga)

Doch die schwachen Partien in der Fremde sind äußerst ungewohnt für die sonst auch auswärts so dominanten Blaugrana.

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Unerklärbarer Bruch in der zweiten Halbzeit

Das Spiel gegen Levante zeigt die Misere, in der Valverde steckt. Halbzeit eins gehört Barcelona. Lionel Messi (38.) stellt per Elfmeter die hochverdiente Führung her. Doch Barca lässt viele Chancen liegen. Luis Suárez (41.) muss dann nach einem Schlag auf seinen rechten Knöchel verletzt raus. Der Uruguayer wird von Nachwuchsmann Carles Pérez ersetzt und wird nach Angaben des Vereins länger fehlen.

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So geht es nur mit einer knappen Führung zum Pausentee.

Nach Wiederanpfiff kommt der Bruch in Barcas Spiel. Die Elf von Valverde ist nicht zielstrebig genug. Suárez fehlt, doch mit Messi, Griezmann, Vidal und Co. ist genügend Qualität vorhanden, um die Führung auszubauen. Die Abschlüsse bleiben jedoch aus. Stattdessen schöpft Levante neuen Mut.

Dann nimmt die Barca-Blamage ihren Lauf. Binnen neun Minuten werden sie regelrecht auseinander genommen. Ein Doppelschlag von Jose Campana (61.) und Borja Mayoral (63.) wirft die Partie um. Nemanja Radoja (68.) setzt den vorzeitigen Knock-Out.

Zuhause zaubern - Auswärts aufgeben?

Im heimischen Camp Nou zaubern die Katalanen regelmäßig. Doch alle Punktverluste in La Liga musste Barca vor fremder Kulisse hinnehmen. In bislang sechs Auswärtspartien verliert Barca drei Mal und spielt einmal Remis. Die Gegner sind dabei alles andere als große Kaliber.

Unentschieden gegen Osasuna. Niederlagen gegen Bilbao, Granada und nun Levante. Die Fans sind beunruhigt. Auch der schwache Auftritt gegen Borussia Dortmund im Signal Iduna Park in der Champions League sorgt für Sorgenfalten.

Trainer Valverde spielt den erneut unerklärlichen Einbruch herunter.  "Wir haben das Spiel verloren und damit war es das", sagt der Spanier nach der Partie.

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Dann übt er doch noch Kritik am Team. "Wir haben keine gute zweite Hälfte gespielt. Alles lief schief. Wir schaffen keine Gefahr nach vorne, Levante eigentlich auch nicht. Dann machen sie in zwei Minuten zwei Tore."

Valverde flüchtet sich in Floskeln

Ein wenig trotzig antwortet Valverde auf die Frage, was denn nötig sei, um auswärts besser aufzutreten. "Wir haben bereits gute Auswärtsspiele gemacht."

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Das stimmt auch. Gegen Getafe und Eibar ging Barca als Sieger vom Feld. Doch das waren absolute Pflichtsiege für den erfolgsverwöhnten amtierenden Meister.

Die Partie gegen Levante zeigt vor allem eins: Es geht auch dann kein Ruck durch das Team, als Messi (74.) zwischenzeitlich verkürzt. Der VAR nimmt zwar den Treffer zurück. Doch von einem Aufbäumen, erneuter Motivation, ist auch danach wenig zu sehen.

Es fehlt der Glaube, sich in solchen Spielen wenigstens noch einmal zu einem Punkt zu kämpfen.

Sollten sich die Auswärtsauftritte Barcas nicht schleunigst ändern, reichen Valverde Floskeln jedenfalls nicht mehr.

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