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Thiago Motta, Paris Saint-Germain-Trainer, erfindet 2-7-2-Formation

2-7-2-Formation? Das steckt dahinter

Thiago Motta trainiert die U19 von Paris St. Germain

Nikolas Pfeil

Der ehemalige Mittelfeldspieler Thiago Motta will den Fußball taktisch auf ein neues Level heben, indem er eine skurrile neue Formation einführt.

Thiago Motta spielte einst unter den größten internationalen Trainern - Louis van Gaal, Jose Mourinho und Carlo Ancelotti sind nur ein paar Namen davon. Nun trainiert der Italiener die U19 von Paris Saint-Germain und will mit dieser den Fußball revolutionieren.

"Meine Idee ist es, offensiv zu spielen. Ich will, dass der Spieler mit dem Ball drei oder vier Anspielmöglichkeiten hat und immer von zwei Spielern abgesichert wird", sagte der 36-Jährige der Gazzetta dello Sport.

Systeme sind für Motta nicht sehr aussagekräftig: "Ich mag diese ganzen Zahlen auf dem Spielfeld nicht. Du kannst sehr offensiv in einem 5-3-2 aber auch sehr defensiv in einem 4-3-3 spielen. Es kommt immer auf die Qualität deiner Spieler an", erklärte Motta.

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2-7-2-System mit Torwart im Mittelfeld?

Der zweifache Champions-League-Sieger wirft daher eine Formation in den Raum, die noch kein Trainer der Welt zuvor auf dem Zettel hatte – ein 2-7-2, mit dem der Italiener die Sportwelt verwirrte. 

Mehrere internationale Medien berichteten, dass Motta den Torhüter als ergänzenden Mittelfeldspieler sieht, was zunächst auch naheliegend, allerdings nur wenig plausibel erscheint. 

Motta sieht Torhüter als vollwertigen Spieler

Die wahrscheinlichere Formation wäre ein klassisches 4-5-1, das von rechts nach links gesehen eben dieses 2-7-2-System ergibt. 

Also keine wirkliche Fußball-Revolution? Doch! Denn Motta stellt seine Mannschaft also nicht - wie wohl jeder andere Trainer der Welt - (wie im ersten Bild) von hinten nach vorne, sondern von rechts nach links auf.

Während alle anderen Formationen den Torhüter ausschließen, sieht Motta ihn als vollwertigen Feldspieler.

"Für mich ist der Angreifer der erste Verteidiger und der Torhüter der erste Angreifer. Der Keeper beginnt den Angriff und die Angreifer sind die ersten, die Druck gegen den Ball ausüben", sagte er. 

So könnte Thiago Mottas 2-7-2-System aussehen © SPORT1 Grafik: Marc Tirl, Lineup11

Motta heiß auf Tuchels Job

Unterdessen berichtete Motta von seinen Ambitionen, in naher Zukunft den Job von Thomas Tuchel als Cheftrainer in Paris zu übernehmen.

Sie agieren im Hintergrund, haben aber längst einen Teil der Macht im internationalen Spitzenfußball übernommen: Spielerberater fädeln Millionen-Transfers ein und verdienen sich durch lukrative Geschäfte eine goldene Nase. SPORT1 präsentiert das Ranking der Top-Spielerberater und Beraterfirmen im Fußball © SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago/iStock
RANG 15: PINI ZAHAVI: Er gilt als der Schattenmann von Robert Lewandowski. Der Bayern-Star ist das Aushängeschild des Israeli, der nebenbei auch noch Javier Mascherano und Carlos Tevez betreut © Imago
RANG 14: MEDIA BASE SPORT - PERE GUARDIOLA: Der Bruder von Pep Guardiola betreut mit seiner Firma u.a. Luis Suarez. Mittlerweile ist Guardiola auch Teilhaber beim spanischen Erstligisten FC Girona © Twitter@@MediaBaseSports
RANG 13: AC TALENT - ARTURO CANALES: Die Barca-Stars Ivan Rakitic und Gerard Pique sind wohl die prominentesten Spieler des Spaniers. Insgesamt berät Canales 19 Profis, die laut "transfermarkt.de" über einen Gesamtmarktwert von mehr als 250 Millionen Euro verfügen © Getty Images
RANG 12: ARENA 11 SPORTS GROUP: Die Grünwalder Firma um den ehemaligen Sportdirektor von Hannover 96, Dirk Dufner, betreut u.a. die Liverpool-Stars Sadio Mane und Naby Keita, aber auch zahlreiche Bundesliga-Spieler wie Hoffenheims Kapitän Kevin Vogt und Danny da Costa © Getty Images
RANG 11: LIAN SPORTS - Die Firma mit Sitz in Malta besticht mit einem geschätzten Spielerwert von über 515 Millionen Euro. Der durchschnittliche Marktwert eines Spielers von LIAM Sports liegt bei knapp über 8 Millionen Euro. Die Aushängeschilder sind Ante Rebic, Miralem Pjanic und Ivan Perisic © Getty Images
RANG 10: ROGON SPORTMANAGEMENT - ROGER WITTMANN: Insgesamt 128 Spieler werden von der Ludwigshafener Beraterfirma um Roger Wittman (l.) betreut. Die prominentesten: Roberto Firmino, Thilo Kehrer und Julian Draxler © Imago
RANG 9: MJF PUBLICADADE E PROMICOES: Die Brasilianer Juan Figer und Wagner Ribeiro (l.) sind die Schattenmänner von Superstar Neymar. Seit Ende der 1990er Jahre ist die Firma, die auch schon Luis Figo vertrat, in die meisten südamerikanischen Transfers nach Europa verwickelt © Getty Images
RANG 8: FERNANDO FELICEVICH: Der ehemalige Rugby-Spieler hat zwei chilenische Aushängeschilder - Alexis Sanchez und Arturo Vidal. Felicevich wurde vom Magazin "Forbes" als "König des südamerikanischen Fußballs" bertitelt. Er nimmt von seinen Spielern kein Honorar für seine Unterstützung, sondern streicht einen gewissen Teil der Transfersumme ein, wenn ein Spieler den Verein wechselt © Twitter@@ffelicevich
RANG 7: PRO PROFIL - THOMAS KROTH: Der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Kroth (r.) betreut u.a. Nationaltorhüter Manuel Neuer. Bekannt ist Kroth zudem insbesondere für seine Transfers von japanischen Spielern wie Shinji Kagawa, Yoshinori Muto und Genki Haraguchi in die Bundesliga © Getty Images
RANG 6: MEISSA N'DIAYE: Die Aushängeschilder des Franzosen sind Michy Batshuayi, Benjamin Mendy und Wissam Ben Yedder. Insgesamt fungiert er für 22 Spieler als Berater mit einem durchschnittlichen Marktwert von knapp 10 Millionen Euro © Twitter@TeamOM_Officiel
RANG 5: BAHIA INTERNACIONAL - JOSE OTIN: Die Firma mit Sitz in Madrid fokussiert sich ausschließlich auf spanische Spieler. Neben Bayern-Star Javi Martinez betreut sie noch 100 weitere Spieler - u.a. Pedro und Chelsea-Torhüter Kepa © Getty Images
RANG 4: SPORTS TOTAL - VOLKER STRUTH: Der wohl bekannteste deutsche Spielerberater ist Volker Struth. Er berät mit seiner Firma Sports Total insgesamt knapp 100 Spieler mit einem Gesamtmarktwert von über 400 Millionen Euro. Die prominentesten sind Toni Kroos und Marco Reus © Getty Images
RANG 3: MINO RAIOLA: Durch den Transfer von Zlatan Ibrahimovic von Ajax zu Juventus Turin im Jahr 2004 wurde Raiola erstmals medial bekannt. Seitdem wechselte der Schwede noch sechsmal den Verein. Weitere bedeutende Transfers, an denen Raiola beteiligt war, waren die von Mario Balotelli zu ManCity und AC Mailand sowie der damalige Rekordtransfer von Paul Pogba für 105 Millonen Euro zu Manchester United © Getty Images
RANG 2: STELLAR FOOTBALL - JONATHAN BARNETT: Der Gesamtmarktwert der Beraterfirma beträgt geschätzt über 700 Millionen Euro. Der Wechsel, der für am meisten Aufsehen gesorgt hat, war der von Gareth Bale von Tottenham Hotspur zu Real Madrid über 101 Millionen Euro © Getty Images
RANG 1: GESTIFUTE - JORGE MENDES: Jorge Mendes gilt als die weltweit mächtigste Figur in der Spielervermittlung. Mit seiner Firma Gestifute repräsentiert er die Superstars Cristiano Ronaldo, James Rodriguez und Angel die Maria. Laut "Forbes" hat er bereits Transfers von zusammengerechnet über einer Milliarde Euro vermittelt. Der jüngste Mega-Transfer, an dem der Portugiese beteiligt war, war Ronaldos Wechsel zu Juventus Turin © Getty Images

"Ich habe nichts gegen Tuchel, aber es ist mein Ziel, auf der Bank der ersten Mannschaft zu sitzen", so Motta, dessen Vertrag als U19-Trainer noch zwei Jahre läuft.

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