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München und Paris - Thomas Tuchel verliert beim Spiel von Paris Saint-Germain gegen Rennes in der Halbzeit die Fassung. Im Kabinengang schimpft er auf Schiri und Videobeweis.

4:1 gewonnen und doch mächtig Frust geschoben: PSG-Trainer Thomas Tuchel hat sich in der Halbzeitpause der Ligue-1-Partie gegen Stade Rennes mit deutlichen Worten über das Schiedsrichtergespann und den Videobeweis ausgelassen.

Fernsehbilder zeigten, wie Tuchel sichtlich erregt durch den Kabinengang stapfte und dabei auf Französisch schimpfte: "Das ist eine Rote Karte, den Videobeweis kannst du ja vergessen. Das ist lächerlich!"

Doppelpack Cavani, Draxler bedient Mbappe

Zu diesem Zeitpunkt stand es im Duell zwischen dem ungeschlagenen Tabellenführer und dem Tabellenzehnten noch 1:1. Edinson Cavani (7.) hatte PSG früh in Führung gebracht, M'Baye Niang (28.) per Hacke sehenswert zum Ausgleich für Rennes getroffen.

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Erst nach der Pause sorgte Paris für klare Verhältnisse: Angel Di Maria (60.) mit einem feinen Lupfer, Kylian Mbappe (66.) nach einem Geistesblitz von Julian Draxler und erneut Cavani (71.) nach einem sehenswerten Spielzug über den kompletten Platz machten den 18. Sieg im 20. Liga-Spiel perfekt.

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Auslöser für Tuchels Ärger war zuvor in erster Linie eine Szene in der 33. Minute gewesen: Der ehemalige Schalker Thilo Kehrer wurde im Mittelfeld von Torschütze Niang rüde von den Beinen geholt. In vollem Tempo grätschte der Senegalese mit offener Sohle in den deutschen Nationalspieler hinein und erwischte ihn mit den Stollen am Knöchel.

Kehrer spielt trotz rüder Attacke weiter

Schiedsrichter Karim Abed zeigte Niang die Gelbe Karte, auf Hinweis des Videoassistenten schaute er sich die Szene jedoch noch einmal am Spielfeldrand an - blieb aber etwas überraschend bei seiner Entscheidung, den Gäste-Stürmer nur zu verwarnen und ihn nicht vom Platz zu stellen.

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Kehrer konnte trotz der überharten Attacke nach etwas längerer Behandlung wenig später weiterspielen.

In der 40. Minute erwischte zudem der ehemalige PSG-Profi Hatem Ben Arfa seinen Gegenspieler Dani Alves bei einem Laufduell mit dem Ellenbogen im Gesicht, der Brasilianer blutete daraufhin aus dem Mund. Rund zwei Minuten später musste Kylian Mbappe nach einem Tritt behandelt werden, die Pfeife des Unparteiischen blieb zum Unmut von Tuchel in beiden Szenen stumm.

Der Trainer muss in den kommenden Wochen bereits auf Superstar Neymar verzichten, der sich bei einem Foul in der Pokalpartie gegen Racing Straßburg schwerer verletzt hatte.

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