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Paris Saint-Germain kassiert schon am zweiten Spieltag die erste Saisonpleite. Trainer Thomas Tuchel beklagt einige Probleme und mahnt zu Geduld.

Thomas Tuchel versuchte zumindest, die schmerzliche Pleite wegzulächeln. "Ich habe keinen Druck", verkündete der Chefcoach des französischen Meisters Paris St. Germain nach der 1:2-Schlappe am zweiten Spieltag der Ligue 1 trotz einer Führung bei Pokalsieger Stade Rennes: "Ich bin Trainer und ein glücklicher Mensch, das ist ein Geschenk. Ich führe ein glückliches Leben."

Noch in der Vorsaison blieb Paris 22 Ligaspiele ungeschlagen, ein Jahr zuvor immerhin 15. "Wir hatten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive noch Probleme", resümierte Tuchel. Etwas ratlos äußerte sich der frühere Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft, Thiago Silva: "Wir sind gut gestartet, dann aber etwas schwächer geworden. Ich weiß nicht warum, wir waren unkonzentriert. Das war nicht der echte PSG."

PSG erneut ohne Neymar

Die Niederlage bei den Bretonen ohne den weiterhin angeschlagenen und abwanderungswilligen Superstar Neymar kam überraschend, auch wenn PSG bereits das Pokalfinale gegen Rennes Ende April verloren hatte. Zuletzt gab es aber einen Sieg gegen Stade im französischen Supercup.

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Tuchel weiß, dass er liefern muss. Die L'Equipe gab ihm nur ein halbes Jahr Zeit, um Sportdirektor Leonardo von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Der Auftritt in Rennes half dem Ex-Coach des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund nicht, mögliche Vorbehalte auszuräumen.

Die Sportfachzeitung schätzt die Entscheidung von Tuchel für eine Rückkehr zu einem 5-3-2-System als Fehler ein - noch in der Vorbereitung ließ er mit einer 4-3-3-Formation spielen.  

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Tuchel mahnt zu Geduld

Doch egal, wie es Tuchel nun wieder richten will, viel Zeit bleibt ihm dafür nicht. Zwar fordert er selbst ein, "wir müssen jetzt Geduld haben und Vertrauen in uns. Wir können nicht alles infrage stellen nach einem schlechten Ergebnis", doch der Druck aus der Chefetage steigt. 

Das verpasste Double in der Vorsaison sowie das Aus im Achtelfinale der Champions League sind längst nicht vergessen. Für den Klub, der mit Hunderten Millionen Euro aus Katar alimentiert wird, zählt ohnehin fast nur die Königsklasse. Eine Niederlage in der nationalen Meisterschaft wird vielleicht verziehen, ein erneutes Scheitern auf dem Champions-League-Parkett nicht.

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Auch Nationalspieler Julian Draxler weiß, was wirklich zählt bei PSG. "Ich bin zweieinhalb Jahre hier und habe viele nationale Titel gewonnen", sagte er unlängst im AFP-Interview: "Damit bin ich glücklich. Was negativ ist, ist das Abschneiden in der Champions League." 

Jetzt müssen Tuchel und seine Schützlinge liefern - der Auftritt am Sonntag in Rennes macht es nicht leichter in den nächsten Wochen.

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