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München - Icardi mischt PSG auf. Inters Ex-Stürmerstar hat den Transferpoker der vergangenen Saison abgehakt und seine alte Form zurück. Die Zukunft ist dennoch offen.

Mauro Icardi ist angekommen in Paris. Erst am vergangenen Spieltag schoss er zusammen mit Kylian Mbappé beim französischen Klassiker gegen Olympique Marseille PSG im Alleingang zum Sieg.

Insgesamt hat Icardi in sieben Pflichtspielen bereits sieben Tore auf dem Konto, traf in der Liga und in der Champions League damit genauso oft wie Megastar Mbappé, weshalb die Pariser mit 27 Punkten von der Tabellenspitze der Ligue 1 grüßen.

Rückblende: Erst im Sommer war der Stürmer am Deadline Day kurz vor Transferschluss zum französischen Meister. Ein derartiges Comeback des 26-Jährigen in Paris hätte im Vorhinein jedoch kaum jemand erwartet.

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Icardi: Inters gescheiterte Identifikationsfigur

Denn: Mauro Icardi und Inter Mailand galten lange Zeit als unzertrennlich. Insgesamt sechs Jahre war der 26-Jährige für Inter aufgelaufen, traf in 188 Serie-A-Spielen 111 Mal für die Nerazzurri und beendete gleich zwei Mal die Saison als Torschützenkönig. Doch die Erfolgsgeschichte nahm ein unschönes Ende.

Wanda Nara ist Ehefrau und Spielerberaterin von Mauro Icardi
Wanda Nara ist Ehefrau und Spielerberaterin von Mauro Icardi © Getty Images

Icardis Ehefrau Wanda Nara, gleichzeitig auch seine Beraterin, begann eine öffentliche Schlammschlacht mit dem Verein im Zuge der Vertragsverhandlungen ihres Mannes. In aller Regelmäßigkeit plauderte sie brisante Interna im italienischen TV aus. Um ein Zeichen in diesem Transfer-Hickhack zu setzen, entzogen die Mailänder ihrem Stürmer-Star schließlich die Kapitänsbinde – ein herber Rückschlag für Inters Identifikationsfigur.

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Die Folge: Icardi trat daraufhin in einen Streik, fehlte den Nerazzurri dadurch in der wichtigsten Phase ihrer Saison auf dem Platz - die Beziehung zwischen Klub und Spieler ging vollends in die Brüche.

PSG hat Kaufoption

Der einzige Ausweg aus dieser Seifenopfer: Ein Abschied des Stürmerstars, standesgemäß in letzter Minute vor Schluss des Transferfensters im Sommer. Icardi wechselte für ein Jahr auf Leihbasis zu Paris Saint-Germain - und übertrifft seither alles Erwartungen.
Für 65 Millionen Euro haben die Pariser die Option, ihn fest zu verpflichten - es wäre verwunderlich, wenn sie diese verstreichen ließen.

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Der argentinische Angreifer selbst allerdings hielt sich zuletzt bei Gazzetta dello Sport bedeckt bezüglich seiner Zukunftspläne: "Ich spiele jetzt bei PSG und mein Ziel ist es, in diesem Trikot mein Bestes zu geben. Erst am Ende der Saison im Mai oder Juni werden wir sehen, wie es mit mir weitergehen wird. Es ist zu früh, jetzt darüber zu spekulieren."

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Darüber hinaus schickte Icardi versöhnliche Worte in Richtung seines Ex-Vereins: "Klar ist aber auch, dass ich Inter in jedem Wettbewerb das Beste wünsche. Ich habe immer noch viele Freunde dort in Mailand."

Scheint fast so, als habe die Schlammschlacht ein glückliches Ende in Frankreich gefunden…

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