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Jürgen Klopp nimmt die Niederlage gegen Bournemouth gelassen © Getty Images
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Nach dem Patzer von Loris Karius bei der Niederlage vom FC Liverpool gegen Bournemouth faällt die englische Presse über den Torhüter her. Jürgen Klopp nimmt ihn in Schutz.

Teammanager Jürgen Klopp hat Torhüter Loris Karius nach dem peinlichen 3:4 (2:0) des FC Liverpool beim AFC Bournemouth in der Premier League gegen heftige Kritik von Experten und Medien verteidigt.

"Ich bin wegen Loris nicht beunruhigt", sagte er über den früheren Mainzer, dessen Fehler den Siegtreffer der "Kirschen" durch Nathan Aké (90.+3) ermöglicht hatte.

Liverpools irre Pleite im Video:

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Klopp meinte zur entscheidenden Szene, es sei "nicht die glücklichste Situation für einen Torwart" gewesen, aber: "Es sagt nichts über ihn als Torwart aus." Karius sah jedoch auch beim 2:3 durch Ryan Fraser (76.) nicht gut aus. Klopp hatte den 23-Jährigen im Sommer geholt, um den unglücklichen Belgier Simon Mignolet zu verdrängen.

Presse fällt über Karius her

"In seinen acht Spielen hat er nicht einmal gezeigt, dass er gut genug für dieses Niveau ist", schimpfte Liverpool-Legende Jamie Carragher im TV über Karius, "es ist noch früh, aber er muss sich massiv verbessern."

Der Mirror wortspielte vom "Kar Crash" und nannte Karius einen "Calamity Keeper", also Katastrophen-Torwart. In der Sun erhielt er die Note 5 (von 10), das Liverpool Echo kritisierte seinen "erschreckenden Patzer" und gab ihm nur eine 4.

"Spiel aus der Hand gegeben"

Liverpool fiel nach der ersten Pleite nach elf Ligaspielen vom zweiten auf den dritten Platz zurück und hat jetzt vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Chelsea. Sadio Mané (20.), Divock Origi (22.) und Nationalspieler Emre Can (64.) hatten die Reds zweimal klar in Führung gebracht. Callum Wilson (56./Foulelfmeter), Fraser, Steve Cook (79.) und Chelsea-Leihgabe Aké drehten die Partie. 

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"Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben, und die Jungs wissen das", sagte Klopp, "wenn die Leute uns für blind, blöd oder nicht gut genug halten, bitte sehr", und fügte etwas kryptisch an: "Das hier ist nicht Eiskunstlauf, es geht nicht darum, wie es aussieht."

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