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Mit einem Sieg gegen Jose Mourinho kann Pep Guardiola am Samstag meister werden © Getty Images
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Mit einem Sieg im Manchester-Derby wäre City Meister - doch Trainer Guardiola denkt nur an die Champions-League. Derweil droht neuer Zoff um laute Kabinenmusik.

Manchester City könnte so früh wie noch kein Klub zuvor in der Premier-League-Geschichte englischer Meister werden. Ausgerechnet mit einem Sieg gegen Lokalrivale ManUnited (Sa., ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) und dessen Trainer Jose Mourinho wäre man vorzeitig Meister.

Es wäre die ultimative Demütigung für den Portugiesen - doch Guardiola hat anderes im Sinn.

Das 176. Stadtduell gegen United am Samstag ist deshalb zweitrangig, weil in der Champions League nach dem 0:3-Debakel beim FC Liverpool das Aus droht.

"Ich verstehe, dass die Leute über das United-Spiel sprechen. Aber wir müssen uns auf die Champions League fokussieren", sagte Guardiola: "Wir müssen nur noch ein Spiel gewinnen. Wenn das gegen United nicht klappt, haben wir noch sechs weitere Chancen."

Bleibt De Bruyne draußen?

In der Hinrunde hatte City das Derby im Old Trafford mit 2:1 gewonnen - und die Gastgeber mit lauter Musik in der Kabine provoziert. City-Star Kevin De Bruyne kündigte nun an, dass er und seine Kameraden die Musik vor der Partie wieder aufdrehen werden. "Das ist unsere Art und Weise der Spielvorbereitung und auch nach der Partie ist die Musik immer an. Das gehört dazu und hilft uns vielleicht auch beim Entspannen."

16 Punkte beträgt der Vorsprung vor dem Tabellenzweiten United, der fünfte Meistertitel ist nur noch eine Frage der Zeit.

Viele englische Medien erwarten, dass Guardiola wichtige Spieler schont. Unter anderem könnten De Bruyne, David Silva oder der deutsche Nationalspieler Leroy Sane draußen bleiben, um für das zweite Duell mit der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp voll bei Kräften zu sein. (Spielplan der Premier League)

Pep hat noch Hoffnung

Kapitän Vincent Kompany hat damit kein Problem. "Wir haben nur eine Chance, es in der Champions League zu schaffen, aber jede Menge Möglichkeiten in der Premier League", sagte der Belgier, der mit City bereits 2012 und 2014 Meister geworden war.

Gegen Liverpool gebe es ein "unerledigtes Geschäft". Trotz der klaren Hinspiel-Niederlage ist das Viertelfinale laut Guardiola noch nicht entschieden. "Es sind noch 90 Minuten zu spielen. Ich glaube an meine Mannschaft", sagte er. 

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Citys verzwickte Lage könnte das Derby gegen United unterhaltsamer machen – so seltsam das klingt. Sollte Guardiola eine geschwächte Elf aufbieten, könnte sein Gegenüber Jose Mourinho offensiver auftreten als sonst und damit zu einem spektakulären Spiel beitragen.

United müsste gegen B-Elf Taktik ändern

"Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn Mourinho sein Team gegen eine Mannschaft aus Ersatzspielern immer noch im hinteren Drittel des Feldes stehen lassen würde", schreiben die Manchester Evening News.

Gemeint ist: Gegen eine B-Elf könnte es sich Uniteds Trainer nicht erlauben, so passiv spielen zu lassen wie in anderen großen Partien in dieser Saison.

United, das in der Champions League schon ausgeschieden ist, dürfte die Liga als Vizemeister abschließen, mit großem Rückstand auf Guardiolas Mannschaft. Das ist eine Demütigung für den englischen Rekordmeister. Das Derby bietet die Chance, den Stadtrivalen zu ärgern.

"United wird heiß darauf sein, City die Party zu versauen", glauben die Manchester Evening News. Es wäre ein kleines Stück Genugtuung – auch für die 1:2-Niederlage im emotionalen Duell im Hinspiel.

Damals war es in der aufgepeitschten Atmosphäre im Old Trafford nach dem Schlusspfiff im Spielertunnel zu einem Handgemenge gekommen, in das mehrere Spieler und Offizielle der beiden Klubs verwickelt waren. Die Medien in England arbeiteten sich tagelang am Hergang des Durcheinanders ab. (Die Tabelle)

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