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Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erklärt, warum er auf Social Media verzichtet
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erklärt, warum er auf Social Media verzichtet © Getty Images
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Jürgen Klopp zählt zu den größten Entertainern unter den Trainern. Schade, dass der Liverpool-Coach auf Social Media verzichtet. Jetzt erklärt er, warum.

Jürgen Klopp hat angesichts der jüngsten Beschimpfungen gegen Mesut Özil und Loris Karius im Internet den Verzicht auf soziale Medien als "klügste Entscheidung meines Lebens" bezeichnet.

"Ich lese es nicht, wenn Leute mich dort kritisieren. Sie können schreiben, was sie wollen, und es stört mich nicht, weil ich es nicht mitbekomme", sagte der Teammanager des FC Liverpool dem TV-Sender ESPN während der US-Tour seines Klubs. Die Reds traten in der Nacht zum Donnerstag gegen Manchester City an.

"Wenn mir jemand sagen möchte, dass er nicht zufrieden mit mir ist, dann soll er es mir sofort sagen und nicht weggehen und es in seinem Smartphone bei Facebook, Instagram oder sonstwo schreiben. Das ist der verrückte Teil dieser Welt, aber wir alle akzeptieren das - solange wir nicht selbst davon betroffen sind", sagte Klopp.

Klopp: "Vielleicht können wir wieder miteinander reden"

Özil hatte nach seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft ebenso Kritik einstecken müssen wie Torhüter Karius nach einem erneuten Fehler im Test gegen Tranmere Rovers. Karius hatte daraufhin bei Instagram von Personen gesprochen, die "Spaß daran haben, andere Menschen versagen oder leiden zu sehen". Sowohl Özil als auch Karius hatten aber auch Rückendeckung bekommen.

Klopp zieht dagegen das direkte Gespräch vor. "Wenn diese Menschen in ihrem Zimmer sitzen und schreiben, dann kümmert sie die andere Person nicht. Ich weiß nicht, ob es so weit kommt, aber vielleicht können wir irgendwann wieder miteinander reden anstatt zu schreiben", sagte er.

Klopp stellte sich auch erneut hinter Karius. "Loris ist weiterhin ein guter Torhüter. Es war ein Test, und alle Spieler auf dem Feld haben Fehler gemacht", sagte er. 

Klopp zu Özil: Foto "mehr als unglücklich"

Zum Thema Özil warb Klopp derweil um mehr Respekt. "Es ist eine persönliche Entscheidung. Er hat 92 Länderspiele gemacht, und vor ihm haben auch schon andere aufgehört. Alles andere verstehe ich wirklich nicht zu 100 Prozent."

Das Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bezeichnete der 51-Jährige als "mehr als unglücklich. Aber in dem, was er geschrieben hat, finden sich ein paar wahre Dinge und ein paar, wo der Rest der Welt sagt: Nein, das stimmt nicht. Aber es ist eine persönliche Meinung - nicht mehr", sagte Klopp.

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