Mourinho frustriert: "Würde kein Geld für die Tickets ausgeben"
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Romelu Lukaku kann die öffentliche Kritik an Jose Mourinho nicht nachvollziehen. Der Belgier springt seinem Trainer bei Manchester United zur Seite.

ManUnited-Stürmer Romelu Lukaku hat seinen Trainer Jose Mourinho mit deutlichen Worten gegen die jüngste öffentliche Kritik verteidigt.

"Die Leute müssen verstehen, dass wir das Spiel nicht spielen, um zu verlieren. Wir spielen dieses Spiel, um zu gewinnen", sagte Lukaku im Business Insider: "Wenn man verliert, wird man wütend. Und wenn er sauer ist, dann ist er jemand, der das auch nach außen zeigt."

Der Portugiese könne seine Gewinnermentalität abseits des Platzes einfach nicht abstellen, erklärte Lukaku: "Wenn man damit nicht umgehen kann, sollte man ihm keine Fragen stellen. Er sollte seine Persönlichkeit nicht verstecken müssen, um ein gutes Bild in der Öffentlichkeit abzugeben."

Mourinho hatte im Rahmen der USA-Reise der Red Devils öffentlich Kritik an einigen seiner Spieler geäußert, allen voran am wechselwilligen Anthony Martial. Auch die Nachwuchstalente von United stellte Mourinho in den Senkel.

Dabei fielen die Ergebnisse des ohne viele Stars angetretenen United-Teams beim International Champions Cup durchaus ordentlich aus: Gegen Milan gelang ein Sieg nach Elfmeterschießen, Real Madrid wurde mit 2:1 bezwungen - lediglich gegen den alten Rivalen vom FC Liverpool setzte es eine deutliche 1:4-Pleite.

Lukaku schwärmt von Mourinho

Lukaku, der bei der WM in Russland mit Belgien den dritten Platz belegte, fehlte dabei noch - er kennt jedoch auch einen ganz anderen Jose Mourinho.

"Es ist großartig, für ihn zu spielen. Ich bekomme eine ganz andere Seite von ihm zu sehen, und da ist er wirklich cool", erklärte der 25-Jährige.

Er mache Witze mit Mourinho, der ihm regelmäßig Ratschläge gebe und ab und an sogar lustige Videos schicke, sagte Lukaku: "Er ist wirklich ein Familientyp. So kenne ich ihn."

Bei drei vorbei: Das steckt hinter dem Mourinho-Fluch

Nach der USA-Reise, deren Sinnhaftigkeit Mourinho mehrfach infrage stellte, ist Lukaku inzwischen wieder ins Training eingestiegen und könnte beim Auftaktspiel der Premier League am kommenden Freitag gegen Leicester City wieder in der Startelf stehen.

Inwiefern sich der Kader des englischen Rekordmeisters bis dahin sonst noch verändert, bleibt abzuwarten: Neben seiner öffentlichen Spielerschelte hatte Mourinho zuletzt auch immer wieder die Transferpolitik des Vereins kritisiert.

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