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Jose Mourinho gibt zu, sich trotz einer Sperre zum Chelsea-Team geschmuggelt zu haben. Außerdem enthüllt er, wie er Abramowitsch von Drogba überzeugte.

Jose Mourinho ist mit allen Wasser gewaschen - und springt auch mal in einen Wäschekorb, um sein Ziel zu erreichen.

In seiner ersten Amtszeit als Trainer des FC Chelsea (2004-2007) stand er in der Saison 2004/2005 im Viertelfinale der Champions League. Der Gegner damals: der FC Bayern. Doch aufgrund einer vorherigen Schiedsrichterschelte war der portugiesische Coach von der UEFA für beide Partien gesperrt worden.

Wodurch sich "The Special One" aber nicht von seiner Mannschaft fernhalten ließ. Wie Mourinho nun in einem Interview zugab, versteckte er sich damals in einem Wäschekorb, um doch Kontakt zu seinem Team zu haben.

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"Ich muss bei meinen Spielern sein und ich hab das gemacht, ja", gestand Mourinho bei BeIN Sports.

Mourinho: "Der Zeugwart packte mich in den Korb"

Demnach sei Mourinho bereits tagsüber in die Umkleidekabine gegangen und habe sich in einem Wäschekorb versteckt. "Ich will einfach in der Kabine sein, wenn die Spieler reinkommen. Ich ging dorthin und niemand sah mich."

Schwierig war laut Mourinho vor allem, anschließend ungesehen zu verschwinden. "Der Zeugwart packte mich in den Korb. Der war ein bisschen offen, sodass ich atmen konnte", erzählte der ehemalige Chelsea-Trainer.

"Aber als er mich im Korb aus der Umkleidekabine brachte, folgten uns die Leute von der UEFA und suchten mich, weshalb er die Kiste schloss und ich nicht mehr atmen konnte. Als er sie wieder öffnete, war ich am sterben."

Seine Spieler bescherten Mourinho damals das Weiterkommen. Dank des 4:2 im Hinspiel an der Stamford Bridge reichte ein 2:3 in München, um ins Halbfinale der Königsklasse einzuziehen. Dort war damals allerdings gegen den späteren Sieger FC Liverpool Endstation.

So holte Mourinho Drogba zu Chelsea

Prägender Spieler bei Chelsea war schon damals Didier Drogba, der bis 2012 eine Ära prägte, die mit dem Champions-League-Titel 2012 seine Krönung fand.

Einen großen Anteil daran, dass der Ivorer überhaupt das Trikot der Blues trug, hatte Mourinho. Dieser musste nach eigener Aussage Klub-Besitzer Roman Abramowitsch von einem Transfer des Ivorers erst regelrecht überzeugen.

"Ich erinnere mich noch genau, wie er mich fragte: 'Wen? Welchen Stürmer willst du holen?'", verriet Mourinho. "Trotz all der großen Stürmer, die damals in Europa herumliefen, sagte ich 'Drogba.'"

"Zahlen Sie und sagen Sie nichts"

Obwohl Drogba in der Ligue 1 mit 39 Treffern in 80 Spielen bereits die Aufmerksamkeit mehrerer europäischen Top-Klubs auf sich zog, hatte Abramowitsch laut der Trainer-Ikone keine Ahnung, um wen es sich handle.

Auf Nachfrage des russischen Oligarchen antwortete Mourinho nur: "Herr Abramowitsch, zahlen Sie und sagen Sie nichts." Tatsächlich verpflichtete Chelsea den damals 26-Jährigen für die damalige Mega-Summe von ca. 38,5 Millionen Euro von Olympique Marseille.

Drogba gewann in den folgenden acht Jahren mit den Blues viermal die Premier League und viermal den FA Cup. Im vergangenen Jahr verkündete er im Alter von 40 Jahren sein Karriereende.

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