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Antonio Rüdiger glänzt gegen Wolverhampton mit perfekter Passbilanz. Der Chelsea-Verteidiger hat sein Spiel in dieser Saison extrem gewandelt.

Antonio Rüdiger hat am Sonntag beim 1:1 des FC Chelsea gegen Wolverhampton Wanderers einen Passrekord aufgestellt.

Der Innenverteidiger brachte gegen die Wolves laut Squawka jeden seiner 91 Pässe an den Mitspieler. Damit spielte der Deutsche mehr Pässe als jeder andere Spieler in dieser Premier-League-Saison, die zu 100 Prozent ankamen.

Rüdiger hat sich unter Trainer Maurizio Sarri zum ersten Aufbauspieler entwickelt, der Spielaufbau läuft regelmäßig über den 26-Jährigen und Teamkollege Jorginho. Der Wandel des kantigen Verteidigers überrascht, vor einigen Jahren galt Rüdiger als Prototyp der "zweikampfstarken Zerstörers".

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"Habe selten das Hirn benutzt"

"Letzte Saison habe ich fast nur lange Pässe gespielt. Das hat sich unter dem neuen Trainer und in dem neuen System geändert. Für mich war es sehr wichtig, dass ich mich anpasse. Ich denke, das ist mir gut gelungen" erklärte Rüdiger bereits vor einigen Wochen. Beim sogenannten "Sarriball" ist Rüdiger ein unverzichtbarer Bestandteil.

"Er (Sarri, Anm. d. Red.) hat mir gesagt, dass ich das Spiel von hinten aufbauen muss. Das habe ich mir zu Herzen genommen. Ich will spielen, deswegen muss ich es probieren", sagte Rüdiger. Vor allem während seiner Zeit bei AS Rom hatte Rüdiger gelernt, dass ein moderner Innenverteidiger auch Qualitäten im Passspiel brauche.

"Vorher in Deutschland habe ich nur meine Power und Kraft benutzt, aber selten das Hirn", blickte Rüdiger auf seine Zeit beim VfB Stuttgart zurück.

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Erbe von Hummels und Boateng winkt

Auch in der Nationalmannschaft dürfte er künftig eine prominentere Rolle spielen. Nach der Ausmusterung von Mats Hummels und Jerome Boateng sollte Rüdiger vorerst in der Innenverteidigung gesetzt sein.

"Ich bin jetzt seit vier Jahren in der Nationalmannschaft dabei und kann die Dinge sehr gut einordnen: Wenn Jerome oder Mats den Platz mal frei machen, dann möchte ich den übernehmen. Definitiv", hatte Rüdiger bereits im November 2018 im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt.

Hummels und Boateng glänzten im DFB-Team immer wieder als erste Aufbauspieler, diese Aufgabe dürfte Rüdiger künftig übernehmen. Dank Sarri wird die Eingewöhnung wohl nicht allzu lange dauern.

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