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Der FC Liverpool lässt im Auftaktspiel der Premier League einem Aufsteiger keine Chance. Jürgen Klopp ist dennoch nicht vollends zufrieden mit seinem Team.

4:1-Sieg zum Saisonauftakt, vier Treffer in Halbzeit eins, doch Jürgen Klopp konnte sich nicht so richtig freuen.

Die Verletzung seines Stammtorhüters Alisson hatte dem Teammanager des FC Liverpool die Stimmung gründlich verdorben. "Es ist die Wade. Er wird die nächsten beiden Spiele sicher nicht dabei sein", sagte Klopp nach dem gelungenen Start an der heimischen Anfield Road gegen Aufsteiger Norwich City mit dem deutschen Teammanager Daniel Farke.

Alisson Ramses Becker, kurz Alisson genannt, ist bei Champions-League-Sieger Liverpool nicht irgendwer. Bei aller Offensiv-Power der "Reds" ist der brasilianische Nationalkeeper der große Rückhalt der Mannschaft. In der 39. Minute ging der 26-Jährige plötzlich zu Boden. "Es war wie ein Schlag in die Wade. Er dachte zuerst, irgendwas hätte ihn hinten getroffen", schilderte Klopp die Situation.

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Klopp lobt Adrián

Für Alisson kam der erst am Montag verpflichtete Spanier Adrián ins Spiel, der Neuzugang von West Ham United. "Er ist ruhig geblieben. So kennen wir ihn. Deshalb haben wir ihn verpflichtet", sagte Klopp, der auf der Torwartposition nun eine echte Baustelle hat. Denn hinter Adrián wird es an Alternativen dünn. "Da haben wir Verletzte oder sie sind sehr jung, aber wir werden eine Lösung finden", sagte der frühere Dortmunder Meister-Coach.

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Beim Blick von hinten nach vorne auf dem Spielfeld besserte sich Klopps Laune aber merklich. Die Offensivmaschine der Roten lief vor allem in Halbzeit eins wie geschmiert. Nach einem Eigentor von Norwich-Verteidiger Grant Hanley (7.) sorgte Superstar Mohamed Salah (19.) für das 2:0. Virgil van Dijk (28.) nach Ecke von Salah und Champions-League-Held Divock Origi (42.) machten frühzeitig alles klar.

Klopp von Norwich beeindruckt

In der zweiten Halbzeit erzielte der frühere Schalker Teemu Pukki (64.) den Ehrentreffer für die Kanarienvögel, nachdem Liverpool zuvor noch weitere Großchancen vergeben hatte. "Alles ist gut, aber wir hätten das Spiel mehr kontrollieren müssen. Es wurde zwar nicht mehr gefährlich, aber wir mussten eine Menge tun", sagte Klopp, der auch am Aufsteiger seine Freude hatte: "Sie waren frech und haben unabhängig vom Ergebnis ihren Fußball weitergespielt."

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Die Fans der Reds hoffen auf den ersten Meistertitel seit 30 Jahren. Zuletzt hatte Liverpool 1990 den Titel geholt. Verändert hat sich die Mannschaft kaum, Klopp hatte auf namhafte Neuzugänge verzichtet. Neun Spieler standen am Freitagabend auf dem Platz, die auch das Finale der Champions League gewonnen hatten. "Niemand holt Spieler, um nur auf dem Markt aktiv zu sein. Das ergibt keinen Sinn", hatte Klopp erklärt.

Am Mittwoch steht für Liverpool in Istanbul der Supercup gegen Europa-League-Champion FC Chelsea auf dem Programm, am Sonntag folgt das Auswärtsspiel beim FC Southampton mit dem früheren RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl. "Es gibt viel Raum für Verbesserung, das wissen wir", fügte Klopp hinzu. "Aber vieles war auch schon da. Das nächste Spiel wird anders und wir müssen gut verteidigen."

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