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Sheffield United schwimmt auf einer Erfolgswelle
Sheffield United schwimmt auf einer Erfolgswelle © Getty Images
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München - Sheffield United ist die Überraschung der Premier League. Den Erfolg verdankt der Klub auch Trainer Chris Wilder, der mit ganz eigene Methoden überzeugt.

Eine Mischung verschiedenster Fußballer, Mut zum Risiko, eine besondere Transferphilosophie und ein außergewöhnlichen Trainer.

Das ist der Mix, mit dem sich Sheffield United in weniger als vier Jahren von einem Drittligisten zum Überraschungsteam der Premier League entwickelt hat.

Zum Ende der Saison 2015/16 stand der Klub noch auf Platz elf der dritten englischen Liga. Dann kam Chris Wilder. Er begann zu tüfteln, zu arbeiten und scheinbar zu zaubern.

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Jetzt – nicht einmal vier Jahre später – steht Sheffield auf Platz fünf (!) der Premier League vor diversen Schwergewichten wie Tottenham, Manchester United oder dem FC Arsenal. Und darf so langsam anfangen, von Europa zu träumen – zum ersten Mal in der 130-jährigen Vereinshistorie.

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Die aktuelle Bilanz spricht für sich: 39 Punkte aus 26 Spielen. Und das bei einem Torverhältnis von 28:24. Das zeigt vor allem die Stärke in der Defensive. Nur Tabellenführer Liverpool hat weniger Tore zugelassen.

Wilder begeistert Guardiola

Die Leistung und die Arbeit Wilders sind auf der Insel längst im Rampenlicht angekommen.

Zuletzt zeigte sich Manchester Citys Trainer Pep Guardiola begeistert nach dem äußerst mühsamen 1:0-Erfolg des Meisters beim Neuling. "Ich bin beeindruckt und bewundere, wie sie mit dem gleichen Trainer und vielen gleichen Spielern wie in der zweiten und dritten Liga auch in der Premier League spielen", erklärte Guardiola und schob hinterher: "Es gefällt mir."

Attraktiv für Talente

Der Erfolg macht die Blades (die Klingen) zunehmend attraktiv für internationale Talente. So sicherte sich Wilder im Winter die Dienste des umworbenen Norwegers Sander Berge. 

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Für eine Rekordsumme von rund 21 Millionen Euro kam der defensive Mittelfeldspieler vom KRC Genk aus Belgien. Berge passt perfekt in das erfolgreiche 3-5-2 System von Wilder und könnte im Kampf ums internationale Geschäft zum X-Faktor für Sheffield werden. Von Bayer Leverkusen kam mit dem hochveranlagten Panagiotis Retsos leihweise eine weitere entwicklungsfähige Defensivkraft dazu.

Sheffield mit Rekordausgaben

Insgesamt rund 69 Millionen Euro hat Sheffield laut Transfermarkt.de in dieser Saison bereits für Neuzugänge ausgegeben. Die Investitionen in junge Spieler wie das Sturm-Duo Oliver McBurnie (19 Millionen Euro Ablöse) oder Lys Mousset (11 Millionen Euro Ablöse) zahlen sich aktuell auf dem Platz aus.

In naher Zukunft könnten sie Sheffield für deutlich höhere Ablösen wieder verlassen. Der Mut des Aufsteigers zum Risiko hätte sich dann auch wirtschaftlich ausgezahlt.

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Doch das ist Zukunftsmusik. Denn der aktuelle Höhenflug lässt Wilder nicht ruhen. 

"Wir sind kein bequemes Team und ich bin kein bequemer Trainer", sagte Wilder jüngst und will mehr: "Wir wollen in dieser Saison etwas erreichen und dürfen nicht den Fuß vom Gas nehmen. Ich weiß das und die Spieler wissen das besser als jeder andere."

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