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München - Einem Medienbericht zufolge dürfen die übertragenden Sender den Vertretern der Premier-League-Klubs keine Fragen mehr zu den Folgen der Coronakrise stellen.

Die Premier League greift in Zeiten der Unsicherheit rund um eine Fortsetzung der Saison offenbar zu drastischen Maßnahmen.

Wie die Daily Mail berichtet, wurde es den beiden TV-Sendern Sky Sports und BT Sports verboten, den Vereinen Fragen nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs und den Auswirkungen der Corona-Pause für die Spieler zu stellen. Dazu gehören auch Fragen nach einem möglichen Gehaltsverzicht.

Premier League lebt von Geldern der TV-Sender

Pikant: Die Premier League lebt zu einem Großteil von den Geldern der beiden Sender, die derzeit die TV-Rechte an den Spielen in Englands Eliteliga besitzen. Sky zahlte allein für diese Saison 1,19 Millionen Pfund (1,35 Milliarden Euro), BT immerhin noch 325 Millionen Pfund (370 Millionen Euro).

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Sollten die Vorgaben nicht befolgt werden, würde dem Bericht zufolge den Reportern der Zugang zu Trainern und Spielern der Klubs verwehrt.

Normalerweise stehen den Sendern die Trainer einmal in vier Wochen und einer der Spieler alle zwei Wochen zur Verfügung.

Selbst Fragen zu Liverpool auf dem Index

Die Zeitung zitiert aus einer ihr vorliegenden E-Mail des Sky-Managements an die Mitarbeiter. Darin stehe, dass sie von der Premier League unter Druck gesetzt worden seien, sich an die neuen Regel zu halten.

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"Die Premier League wird uns den Zugang entziehen, wenn wir uns nicht an die Vorgaben halten", heißt es demnach in der Mail. Selbst Fragen nach den möglichen Folgen für den FC Liverpool, der nur noch wenige Punkte von der ersten Meisterschaft seit 30 Jahren entfernt ist, sollen auf dem Index stehen. 

"Die Vereine sind extrem nervös, wenn es darum geht, jemanden (für ein Interview, Anm. d. Red.) zur Verfügung zu stellen", wird in der Mail betont.

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